ALTES THEMA IN NEUER BLÜTE

Sehr geehrte Damen und Herren,

Anfang 2024 ermitteln Depotbanken erneut die Vorabpauschalen. Einige Fondsanleger könnten erstmals seit Langem wieder Steuern abführen müssen. Steuerhöhe, Verrechnungskonten, Teilfreistellungen – was Anleger beachten sollten, erklärt uns Frau Marin Burmester in unserem Börsenupdate.

Das GAH-Finanzkontor bedankt sich sehr herzlich bei Frau Marin Burmester von Nielsen • Wiebe & Partner und bei Frau Julia Eckelt von BESTFALL GmbH für die Bereitstellung des Artikels.

Herbert Diem

BÖRSENUPDATE

STEUERVORAUSZAHLUNG AUF VORABPAUSCHALEN AUS INVESTMENTFONDS FÄLLT WIEDER AN

Von Marin Bumester

Der steigende Basiszinssatz führt dazu, dass zum Jahresbeginn 2024 erstmals wieder die Steuervorauszahlung auf Vorabpauschalen aus Investmentfonds anfällt. Fondsanleger müssen dafür eine ausreichende Liquidität sicherstellen und an Rücklagen für die Steuerzahlung denken.

Für Fondsanleger könnte der Jahresanfang überraschend teuer werden. Zwar ist es nicht mehr ganz neu, dass bei Investmentfonds die sogenannte Vorabpauschale besteuert wird – seit 2019 bereits wird diese pauschal gezahlte Steuer auf fiktive Gewinne aus Wertsteigerungen dieser Kapitalanlagen erhoben. Doch der bisherige Niedrigzinssatz sorgte in den letzten Jahren dafür, dass diese Steuervorauszahlung, die im Rahmen des Investmentsteuerreformgesetzes eingeführt wurde, faktisch nicht anfiel, sondern sich auf 0 Euro belief.

Viele Anleger werden daher zum Jahreswechsel 2023/2024 überrascht werden, denn aufgrund des steigenden Basiszinssatzes der Notenbanken wird die Steuervorauszahlung auf die Vorabpauschalen nun wieder fällig. Zum Stichtag 1. Januar 2023, der für die Bemessung maßgeblich ist, stieg der Zinssatz erstmals wieder auf einen positiven Wert, der zwar erst in der Steuerbescheinigung für 2024 ersichtlich wird, Anleger sollten jedoch kurzfristig an entsprechende Liquiditätsrücklagen denken.

Grundsätzlich gilt: Die Steuer auf die Vorabpauschale ist keine zusätzliche Steuer, sondern eine Vorauszahlung auf zukünftig realisierte Gewinne aus Veräußerungsgeschäften von Investmentfonds. Der Abschlag wird bei einem späteren Verkauf der Anteile berücksichtigt und mit der anfallenden Abgeltungssteuer verrechnet. Betroffen von der Vorabpauschale sind Investmentfonds, die aus steuerlicher Sicht keine oder keine ausreichend hohe Ausschüttung im Vorjahr vorgenommen haben, die der Abgeltungssteuer unterlägen hätte. Hierzu zählen auch Exchange Traded Funds (ETFs). Einfach ausgedrückt gehen Anleger hier in Vorleistung für eine Steuer, die erst bei Verkauf ihrer Wertpapiere anfällt. Der Vorteil hierbei liegt jedoch darin, dass die spätere Steuerlast damit gemindert wird.

Die Höhe der Vorabpauschale orientiert sich an einer risikolosen Marktverzinsung, das heißt, an dem Betrag, den ein Anleger am Markt für eine risikofreie Geldanlage erhalten würde. Für das Jahr 2023 liegt der zur Berechnung der Vorabpauschale maßgebliche Basiszinssatz gemäß BMF-Schreiben vom 4. Januar 2023 erstmals wieder im positiven Bereich und beträgt 2,55 Prozent. Sollten die Fondsanteile eine geringere Wertentwicklung als den errechneten Basisertrag erwirtschaftet haben, so stellt diese Wertsteigerung die zu versteuernde Vorabpauschale dar.

BEISPIELRECHNUNG

Der Basisertrag ist durch Multiplikation des Rücknahmepreises des Investmentanteils zu Beginn des Kalenderjahres mit 70 Prozent des Basiszinses zu ermitteln. Der Basisertrag für die Vorabpauschale 2023 würde bei einem Rücknahmepreis von 100 bei 100 Fondsanteilen = 100 x 100 Euro x 2,55 % x 70 % = 178,50 Euro betragen. Die zu zahlende Abgeltungsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag per Jahresanfang beträgt 178,50 Euro x 26,375 % = 47,08 Euro.

Bei Aktien-, Misch- und Immobilienfonds unterliegt die Vorabpauschale der jeweils geltenden Teilfreistellung. Das bedeutet: Als Ausgleich für die Vorbelastung der Einkünfte auf Fondsebene mit inländischen und gegebenenfalls ausländischen Steuern werden die Einkünfte des Anlegers teilweise von der Einkommensteuer befreit. Diese Teilfreistellung soll eine Doppelbelastung bei der Ertragsteuer vermeiden. Aktienfonds werden zu 30 Prozent und Mischfonds zu 15 Prozent freigestellt. Immobilienfonds werden zu 60 Prozent und Auslands-Immobilienfonds zu 80 Prozent freigestellt. Von Aktienfonds spricht man immer dann, wenn die Kapitalbeteiligungsquote über 50 Prozent im Fonds liegt. Mischfonds erfordern eine Kapitalbeteiligungsquote von mehr als 25 Prozent. In Immobilienfonds muss die Immobilienquote größer als 50 Prozent sein; bei Auslands-Immobilienfonds sind ausländische Immobilien von mehr als 50 Prozent erforderlich. Hierbei wird generell auf die Anlagebedingungen des Investmentfonds abgestellt.

Die Abgeltungsteuer auf die Vorabpauschale ziehen deutsche Depotbanken direkt vom Verrechnungskonto des Fondsanlegers ein. Der Abzug erfolgt dabei immer zum Jahresanfang für das jeweilige Vorjahr. Die Vorabpauschale für 2023 gilt beim Anleger als am ersten Werktag des folgenden Kalenderjahres – also am 2. Januar 2024 – zugeflossen und wird daher auch zu diesem Zeitpunkt besteuert. Sollte es zu einem späteren Zeitpunkt jedoch zu einem Verkauf mit Verlusten kommen, werden diese Steuern nicht zurückgezahlt, sondern der Veräußerungsverlust wird um die fiktiv besteuerten Gewinne, die Vorabpauschale, erhöht. Dieser erhöhte Veräußerungsverlust kann dann mit späteren Gewinnen aus anderen Wertpapierveräußerungsgeschäften verrechnet werden.

Ein wichtiger abschließender Hinweis für Fondsanleger: Im laufenden Jahr 2023 ist das Zinsniveau weiter gestiegen, sodass der Basiszinssatz zum 1. Januar 2024 – dem maßgeblichen Stichtag für das Folgejahr – deutlich höher liegen wird als bisher. Da dieser Wert die Basis für die Berechnung der Steuervorauszahlung zum Jahresbeginn 2025 darstellt, bedeutet dies für Anleger, dass im Januar 2025 sehr wahrscheinlich eine höhere Vorauszahlung auf die Vorabpauschale aus Investmentfonds fällig wird. Gut beraten ist, wer hierfür vorausschauend vorsorgt und entsprechende Rücklagen bildet.

ZUR AUTORIN

Marin Burmester ist Steuerberaterin bei der Flensburger Gesellschaft Nielsen • Wiebe & Partner, einem Mitglied im HLB-Netzwerk, und dort mit einem Schwerpunkt in der Immobilien- und Finanzbranche tätig. Burmester hat Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Flensburg studiert und berät insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen zu steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen.

Marin Burmester

Bei dem vorliegenden Beitrag handelt es sich um eine redaktionelle Leistung eines Dritten. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die steuerliche Behandlung von Investmentvermögen von den persönlichen und individuellen Verhältnissen des Steuerpflichtigen abhängt und künftigen Änderungen unterworfen sein kann. Der vorliegende Beitrag dient lediglich der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Steuerberatung oder Handlungsempfehlung dar. Für weitere Informationen oder explizite Handlungsempfehlungen wenden Sie sich bitte an Ihre*n Steuerberater*in.

Mit besten Grüßen

ppa. Herbert Diem

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Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Kundeninformation im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes, diese Kundeninformation (KI) richtet sich an natürliche und juristische Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt bzw. Sitz in Deutschland und wird ausschließlich zu Informationszwecken eingesetzt. Diese Information kann eine individuelle anlage- und anlegergerechte Beratung nicht ersetzen und begründet weder einen Vertrag noch irgendeine anderweitige Verpflichtung oder stellt ein irgendwie geartetes Vertragsangebot dar. Ferner stellen die Inhalte weder eine Anlageberatung, eine individuelle Anlageempfehlung, eine Einladung zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Willenserklärung oder Aufforderung zum Vertragsschluss über ein Geschäft in Finanzinstrumenten dar. Auch wurde sie nicht mit der Absicht verfasst, einen rechtlichen oder steuerlichen Rat zu geben. Die steuerliche Behandlung von Transaktionen ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und evtl. künftigen Änderungen unterworfen. Die individuellen Verhältnisse des Empfängers (u.a. die wirtschaftliche und finanzielle Situation) wurden im Rahmen der Erstellung der „KI“ nicht berücksichtigt.

Eine Anlage in Finanzinstrumente beinhaltet gewisse produktspezifische Risiken – z.B. Markt- oder Branchenrisiken, das Währungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiko – und ist nicht für alle Anleger geeignet. Daher sollten mögliche Interessenten eine Investitionsentscheidung erst nach einem ausführlichen Anlageberatungsgespräch durch einen registrierten Anlageberater und nach Konsultation aller zur Verfügung stehenden Informationsquellen treffen. Empfehlungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile über zukünftiges Geschehen dar, sie können sich daher bzgl. der zukünftigen Entwicklung eines Produkts als unzutreffend erweisen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser Kundeninformation, eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann nicht übernommen werden, da teilweise Inhalte eines Dritten wiedergegeben werden. Der vorstehende Inhalt gibt ausschließlich die Meinungen des Verfassers wieder, eine Änderung dieser Meinung ist jederzeit möglich, ohne dass es publiziert wird. Die vorliegende Information ist urheberrechtlich geschützt, jede Vervielfältigung und die gewerbliche Verwendung sind nicht gestattet.

BÖRSENUPDATE
INVESTIEREN WIE EIN HEILIGER – DER ERFOLGREICHE FRANZISKANER-FONDS TERRASSISI AKTIEN I AMI MIT SINN

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Ampega Investment GmbH hat bereits im Jahr 2009 gemeinsam mit der Missionszentrale der Franziskaner den terrAssisi Aktien I AMI aufgelegt, der streng nach Nachhaltigkeitskriterien gemanagt wird. Der terrAssisi Aktien I AMI zeichnet sich durch eine direkte Wirkung im Sinne der Philosophie der Franziskaner aus. Ein Teil der Verwaltungsvergütung des Fonds fließt als Initiatorenvergütung in Hilfsprojekte in aller Welt.

Für den Investmentprozess arbeitet Ampega mit der Ratingagentur ISS ESG zusammen. ISS ESG ist einer der führenden Anbieter in der Nachhaltigkeitsbewertung von Unternehmen. Insgesamt besteht der Investmentprozess aus drei Schritten. Die ersten beiden Schritte bilden den Nachhaltigkeitsansatz ab, während im dritten Schritt fundamentale, finanzielle Bewertungskriterien hinzugezogen werden, nach denen die Unternehmen endgültig für das Portfolio ausgewählt werden.

Herbert Diem

Transparenter und nachvollziehbarer Investmentprozess seit Fondsauflage im Mai 2009

Der erste Filter (Positivkriterien) ist das Herzstück im Investmentprozess. Hierbei werden aus einem globalen Investmentuniversum (ca. 7000 Unternehmen) diejenigen Unternehmen herausgefiltert, die nach über 100 ESG-Kriterien insgesamt sehr positiv bewertet werden. E steht hierbei für Environmental (Umwelt), S für Social (Soziales) und G für Governance (gute Unternehmensführung). Alle Unternehmen, die hier ein Mindestrating in ihrer Branche erfüllen, erhalten von ISS ESG den sogenannten „Prime“ Status. Diese Unternehmen sind bereits jetzt ´schon „echte“ Vorbilder. Aktuell sind es weltweit 950 Unternehmen. Hervorzuheben ist, dass Unternehmen mit besonders guten Leistungen belohnt werden sollen. Dadurch sollen Anreize geschaffen werden, um Unternehmen anzuspornen, ihr Nachhaltigkeitsrating stetig zu verbessern.

In einem zweiten Schritt sind gemeinsam mit der Missionszentrale der Franziskaner Ausschlusskriterien festgelegt worden, um sicherzustellen, dass nicht in kontroverse Geschäftsfelder oder Geschäftspraktiken investiert wird, die den Werten der Missionszentrale der Franziskaner widersprechen. So werden etwa alle Förderer Fossiler Brennstoffe sowie Unternehmen, die in der Produktion oder dem Handel mit Waffen tätig sind, ausgeschlossen. Auch in Geschäftsfelder u.a. aus dem Bereich Glücksspiel, Pornografie, Massentierhaltung, Tabak etc. darf nicht investiert werden.

Bei einigen kontroversen Geschäftsfeldern besteht jedoch die Möglichkeit der Berücksichtigung von Bagatellgrenzen (generell 5 Prozent). Diese Möglichkeit ist bei bestimmten Geschäftsfeldern sinnvoll, die nicht zur Kernkompetenz der Firmen zählen und insofern nur einen sehr geringen Umsatzanteil in den entsprechenden Bereichen machen. Diese pragmatische Vorgehensweise stellt zudem eine breite Diversifikation im Portfolio sicher.

Neben den kontroversen Geschäftsfeldern gibt es außerdem kontroverse Geschäftspraktiken, die zu einem Ausschluss im Fonds führen. Dazu gehören für ein Hilfswerk typische Kontroverse wie Arbeitsrechtsverletzungen, Kinderarbeit oder Menschenrechtsverletzungen. Aber auch umstrittene Wirtschaftspraktiken wie Korruption oder Steuervergehen greifen hier ein. Sobald ein offizieller Verstoß gegen die Ausschlusskriterien auftritt, wird das betroffene Unternehmen innerhalb von zwei Monaten aus dem Fonds verkauft.

Im Rahmen dieses zweiten Nachhaltigkeitsfilters der Franziskaner fallen nochmals 150 Unternehmen weg, so dass das terrAssisi Universum aktuell aus 800 Titeln besteht.

Um nun aus diesem Nachhaltigkeitsuniversum ein Portfolio zu konstruieren, wird nur in Unternehmen investiert, die auch bei der finanziellen Analyse eine hohe Qualität aufweisen. Dabei wird auf eine Dividenden- und eine Wachstumsstrategie zurückgegriffen.

Während bei der Dividendenstrategie neben einer attraktiven Dividendenrendite vor allem Wert auf stabile Ausschüttungen gelegt wird, stehen bei der Wachstumsstrategie steigende Gewinne und ein hohes Dividendenwachstum im Vordergrund.

Beide Strategien haben durch den unterschiedlichen Ansatz im Ergebnis verschiedene Branchenschwerpunkte. In der Dividendenstrategie finden sich viele Unternehmen aus den Bereichen Industrie (Infrastruktur) und Versicherung, während der Fokus bei der Wachstumsstrategie auf den Branchen Technologie und Gesundheit liegt. Insofern erreicht dieser Ansatz einen hohen Diversifikationsgrad im Fonds. Außerdem wird die Fondsentwicklung tendenziell geglättet, da sich beide Strategien in verschiedenen Marktphasen oft unterschiedlich entwickeln.

Insgesamt bilden aktuell insgesamt ca. 85 Unternehmen das terrAssisi Aktienportfolio ab. Derivate werden generell nicht eingesetzt. Fremdwährungen werden allgemein nicht abgesichert und dienen dem Risikomanagement. Der Schwerpunkt im Portfolio liegt klar auf den westlichen Industrieländern. Vor dem Hintergrund der globalen Portfolioausrichtung bilden die US-Titel den Schwerpunkt. Transparente und nachvollziehbare Anlagerichtlinien zeichnen somit den terrAssisi Aktien I AMI aus.

So wie jeder Anleger bei seinen Aktienanlagen einen langfristigen Zeithorizont im Auge haben sollte, legt Ampega besonderen Wert auf die Langfristigkeit der Fondsinvestments. Die allokierten Titel im terrAssisi Aktienfonds werden, sofern keine Kriterien verletzt werden, über viele Jahre gehalten. Auch hier sehen wir eine Verbindung zum Thema Nachhaltigkeit, das über einen langen Zeitraum seine Wirkung entfaltet.  Diese Transparenz und aktiv gepflegte „Portfolio-Langeweile“ schätzen viele Berater und Anleger sehr. Mit plus 10 Prozent jährlicher Rendite konnte der terrAssisi Aktien sehr ordentliche Erträge für seine Anleger seit 2009 erwirtschaften. Zusätzlich konnten durch die Initiatorenvergütung als Teil der Managementvergütung zahlreiche Projekte der Franziskaner weltweit unterstützt werden und die Not vieler Menschen gelindert werden. Ein globales Aktieninvestment mit Sinn.

Erfolgreich globale Aktienrenditen erwirtschaften, aber nicht auf Kosten von Menschlichkeit und Moral. Mittlerweile haben sich über 980 Mio. Euro gemeinsam auf den Weg gemacht. Wenn jeder etwas gibt, haben am Ende alle genug. Auch das ist ein Verständnis von Nachhaltigkeit. Eine Erfolgsgeschichte, die sicherlich noch nicht zu Ende ist meint Stefan Höhne, Impact Investment-Advisor der Ampega Investment GmbH.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, kommen Sie einfach auf uns zu. Ebenso bieten wir Ihnen auf Anfrage auch die geeigneten Anlageideen an und besprechen diese mit Ihnen.

Mit besten Grüßen

ppa. Herbert Diem

 

Zur weiteren Information finden Sie hier kostenlos das Basisinformationsblatt (PRIIP) und den Wertpapierprospekt. Die Informationen werden Ihnen in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt. Eine Zusammenfassung Ihrer Anlegerrechte in deutscher Sprache finden Sie in digitaler Form auf der zuvor genannten Internetseite und insbesondere im Verkaufsprospekt des Fonds. Im Falle etwaiger Rechtsstreitigkeiten finden Sie in eben jenem Hyperlink eine Übersicht aller Instrumente, der kollektiven Rechtsdurchsetzung auf nationaler und Unionsebene. Weitere Informationen zu den nachhaltigkeitsrelevanten Aspekten des Fonds finden Sie ebenso auf der oben genannten Webseite sowie im Wertpapierprospekt des Fonds. Bei der Entscheidung, in den Fonds zu investieren, sollten alle Eigenschaften und Ziele des Fonds, welche im Verkaufsprospekt beschrieben sind, berücksichtigt werden. Die Verwaltungsgesellschaft des beworbenen Finanzinstrumentes kann beschließen, Vorkehrungen, die sie für den Vertrieb der Anteile des Finanzinstrumentes getroffen haben, aufzuheben oder den Vertrieb gänzlich zu widerrufen.  Mit dem Erwerb von Fondsanteilen werden Anteile an einem Investmentvermögen erworben, nicht an dessen Vermögensgegenständen. Die vom Fonds gezahlten Gebühren und Kosten verringern die Rendite einer Anlage.

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FONDS professionell Investmentforum

Unser Geschäftsführender Gesellschafter Michael Inninger war auf dem Investmentforum von FONDS professionell als Interviewpartner geladen. Zusammen mit unserem Geschäftspartner Dr. Peters hat er eine spannende Q&A-Runde gestaltet.

Michael Inninger: „Um eine verantwortungsvolle Produktauswahl treffen zu können, sind entsprechende Fachinformationen, kritische Vergliche und ehrliche Vieraugengespräche nötig. Hierfür bietet das Sachwerteforum einen perfekten und effektiven Rahmen. Besonders hervorheben möchte ich die Beiträge von Professor Sebastian. Nicht was man immer gern hören will aber auf jeden Fall hören und würdigen sollte!“

Machen Sie sich ein Bild vom Investmentforum!

Immobilienkonferenz 2023

„Der deutsche Immobilienmarkt in Turbulenzen – welche Märkte und Situationen lohnen sich noch?“ Das Thema der diesjährigen Immobilienkonferenz in der Allianz-Arena.

Zusammen mit unseren langjährigen Partnern haben wir diese Frage beantwortet. Denn obwohl nach wie vor großes Interesse herrscht, ist die Verunsicherung in den letzten Monaten deutlich angestiegen. Nach wie vor gibt es jedoch interessante Nischen und Investitionsmöglichkeiten. Aber nicht auf den klassischen Immobilienmärkten wie wir sie kennen.

Rendite von jenseits der 4 % durch Investitionen in Immobilien? Erfahrene Referenten aus mittelständischen Unternehmen – die seit vielen Jahren Top-Ergebnisse für ihre Anleger erzielen – haben aufgezeigt wie!

Anschließen hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit sich ausgiebig mit den Referenten auszutauschen und sich am warmen Buffet zu stärken bevor es weiter ging zur Führung durch die Allianzarena. Mannschaftskabine, Business Lounge, Sponsorenlounge, Pressekonferenzraum – Bereiche die normalerweise Fußballstars, VIPs und der Presse vorbehalten sind, waren für unsere Kunden offen zur Besichtigung.

Sind sie neugierig geworden? Wir würden uns freuen Sie bei unserer nächsten Immobilienkonferenz begrüßen zu dürfen. Um nichts mehr zu verpassen melden Sie sich einfach für unseren Newsletter an.

GAH-Geldanlagehaus Cup 2023

Der GAH-Geldanlagehaus Cup 2023 im Rottaler Golf- und Country-Club e.V. in Hebertsfelden am 24. Juni 2023

Ein sehr schöner Golftag in entspannter Atmosphäre. Tolle Preise, bayrische Schmankerl, Bier vom Fass und viel Ratsch. Danke!

BÖRSENUPDATE
BÖRSENHELDEN

Sehr geehrte Damen und Herren,

kein Mensch war jemals reicher als Jakob Fugger. Auf heutige Verhältnisse hochgerechnet betrug sein Vermögen rund 400 Mrd. Dollar.
(Quelle Welt 06.06.2016)

So richtig kann ich das nicht bestätigen, da es jede Menge anderer reichste Menschen gab, wie z. B. Mansa Musa (1280 – 1337), Caesar Augustus (63 v. Chr. – 14 n. Chr.), Kaiser Shenzong (1048 – 1085) und viele mehr (für nähere Informationen gibt es hier einen Artikel vom Stern).

Herbert Diem

Aber mir geht’s heute um Helden an der Börse. Vielen von Ihnen ist mit Sicherheit das Orakel von Ohama, Warren Buffet, bekannt.

Ein legendärer Investor. Aber mit Verlaub – mein Idol ist PETER LYNCH.

Kurze Info zu PETER LYNCH (mehr dazu hier):

Vom Caddy zur Fondslegende – diese Schlagzeile könnte den Lebenslauf von Peter Lynch nicht besser beschreiben. 1966 heuerte er – der Geschichte, Philosophie und Psychologie studierte – bei der Fondsgesellschaft Fidelity an. An den Job kam Herr Lynch, weil er als Caddy auf einem Golfplatz arbeitete und dort den damaligen Fidelity-Präsidenten D. George Sullivan kennenlernte. So begann Lynchs Aufstieg. 1977 übernahm er den Magellan-Fonds von Fidelity. Als er schon nach 13 Jahren später als Fondsmanager zurücktrat, war das Volumen seines Fonds von 18 Millionen auf 14 Milliarden Dollar angewachsen. In dieser Zeit hatte Peter Lynch eine durchschnittliche Rendite von sage und schreibe 29 % pro Jahr erwirtschaftet – rund 18 Prozentpunkte mehr als der S&P 500 (inkl. Dividenden!). Mit diesem Ergebnis ist er bis heute unerreicht.

Erfolg oder Misserfolg – alles hängt davon ab, ob Sie die Ängste dieser Welt lange genug ignorieren können, um Ihre Investments wachsen zu lassen. 

Diese Aussage, also Geduld zu haben, war für ihn einer der wichtigsten Schlüssel zum Börsenerfolg. Dieser Ausspruch  erscheint  in heutigen Zeiten, in denen Informationen immer nur einen Klick entfernt sind, aktueller denn je. Wer die Schlagzeilen in den Medien verfolgt, bekommt leider stets den Eindruck, der wirtschaftliche Kollaps stehe kurz bevor. Nur wer seiner Anlagestrategie in diesem Nachrichtengetöse treu bleibt, kommt an der Börse langfristig auf einen grünen Zweig.

Eine weitere Erkenntnis von Peter Lynch:
Früher oder später wird sich ein Aktienfonds als deutlich lohnenswerter erweisen als ein Anleihenfonds oder Geldmarktfonds.
(Quelle Lynch Peter; Rothchild John, Beating the Street, New York 1994, Seite 16 folgende)

Trotz Marktzusammenbrüchen, Krisen, Kriegen und Rezessionen, verschiedener Regierungsperioden und zahlreicher Veränderungen der Rocklängen (Röcke Frauen), lag man mit Aktienfonds in der Regel fünfzehnmal besser als mit Industrieanleihen und fast vierzigmal besser als mit Schatzanweisungen.
(Quelle Lynch Peter ; Rothchild John, Der Börse einen Schritt voraus , Kulmbach 2018, Seite 72.)

Wenn Sie noch mehr über diesen Starinvestor erfahren möchten, empfehle ich Ihnen folgende Buchlektüren:

  • Von 1989: „Der Börse einen Schritt voraus – Wie auch Sie mit Aktien verdienen können“ (ISBN 3938350512)
  • Von 1993: „Aktien für Alle“ (ISBN 3922669069)
  • Von 1996: „Der Weg zum Börsenerfolg“ (ISBN 3922669158)
  • Von 2019: „Alles, was Sie über Peter Lynch wissen müssen“ (ISBN 9783959722605)

Nach solchen Fondsmanagern suche auch ich – warum?

  • Besonders in der jetzigen Zeit, hat er mit seinem Ansatz, den Fokus auf Unternehmen mit Qualität zu setzen, völlig recht.
  • Er hält die Augen nach interessanten Investmentideen offen.
  • Er ist geduldig.
  • Er mischt nicht nur große sondern auch kleine Unternehmen in das Portfolio bei.
  • Er vertritt den Standpunkt, dass Branchenkenntnisse besser sind als breite Marktanalysen.

Ein Beispiel dazu ist der Seilern World Growth Fund EUR U R

Auch dazu gibt es eine interessante Buchempfehlung:

Weitere Infos zum Thema finden Sie unter folgenden Links:

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, kommen Sie einfach auf uns zu. Ebenso bieten wir Ihnen auf Anfrage auch die geeigneten Anlageideen an und besprechen diese mit Ihnen.

Mit besten Grüßen

ppa. Herbert Diem

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Eine Anlage in Finanzinstrumente beinhaltet gewisse produktspezifische Risiken – z.B. Markt- oder Branchenrisiken, das Währungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiko – und ist nicht für alle Anleger geeignet. Daher sollten mögliche Interessenten eine Investitionsentscheidung erst nach einem ausführlichen Anlageberatungsgespräch durch einen registrierten Anlageberater und nach Konsultation aller zur Verfügung stehenden Informationsquellen treffen. Empfehlungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile über zukünftiges Geschehen dar, sie können sich daher bzgl. der zukünftigen Entwicklung eines Produkts als unzutreffend erweisen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser Kundeninformation, eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann nicht übernommen werden, da teilweise Inhalte eines Dritten wiedergegeben werden. Der vorstehende Inhalt gibt ausschließlich die Meinungen des Verfassers wieder, eine Änderung dieser Meinung ist jederzeit möglich, ohne dass es publiziert wird. Die vorliegende Information ist urheberrechtlich geschützt, jede Vervielfältigung und die gewerbliche Verwendung sind nicht gestattet.

BÖRSENUPDATE
SMALL & BEAUTIFUL

Sehr geehrte Damen und Herren,

2014 war ich in einem Hotel in Südtirol, mit dem wohlklingenden Namen Small & Beautiful.

Ich durfte dort auch den letzten Weltmeistertitel im Fußball für die deutsche Mannschaft genießen.

Leider sind wir aktuell weit davon entfernt eine Fußballmacht zu sein. ABER im Bereich Small- und Midcaps, den sogenannten Hidden Champions (heimliche Weltmachtführer) sind wir sehr weit vorne. Komischerweise wird hier ein englischer Begriff verwendet, obwohl im englischen und französischen Sprachgebrauch bereits seit langem die Bezeichnung MITTELSTAND verwendet wird. Für den besten unter den innovativen europäischen Mittelstand wird wiederum Hidden Champions benutzt.

Herbert Diem

Laut einer Grafik aus der Fachzeitschrift – DAS INVESTMENT – führt Deutschland das Feld sehr weit an. (Quelle  Simon/IWD Medien):

  • Nr. 1 Deutschland mit 1573 Unternehmen
  • Nr. 2 USA mit 350 Unternehmen
  • Nr. 3 Japan mit 283 Firmen
  • Platz 4 teilen sich Österreich mit der Schweiz jeweils 171 Aktiengesellschaften

Somit fallen auf die DACH-Region (Deutschland, Österreich und die Schweiz) insgesamt 1915 Firmen.

Vom Risikoforscher Taleb stammt die wunderbare Beobachtung, dass in der Natur alles das, was zu groß wird, die Fähigkeit verliert plötzliche Veränderungen zu überleben. Mit dieser These steht er nicht alleine da. Vom großen Charles Darwin stammt der Ausspruch: „ Die Säugetiere haben die Dinosaurier verdrängt, weil sie schneller, kleiner und aggressiver waren.“

Beispiel gefällig: KLEIN, AGIL, ANPASSUNGSFÄHIG – Eichhörnchen sind seit 36 Millionen Jahren ein Erfolgsmodell der Evolution.

Welche Lehren ziehen wir daraus:

  • Small Caps sind flexibler und stehen weniger im Fokus von Anlegern und der Öffentlichkeit.
  • Große Namen, großes Geld. Wenn es um die Aktienanlage geht, blicken Investoren häufig auf bekannte Unternehmen.
  • Small Caps (auch Nebenwerte genannt) mit einer im Vergleich zu Standardwerten geringeren Marktkapitalisierung navigieren leichter durch die unterschiedlichen Wirtschaftszyklen und passen sich schneller an das makroökonomische Umfeld an.
  • Die versteckten Anlageperlen sind gegenüber der eigenen Historie und den Large Caps (Standardwerten) oftmals günstiger bepreist.
  • Hidden Champions weisen nach der Definition von Hermann Simon, dem Schöpfer des Begriffs, drei Merkmale auf:
  1. Sie haben in ihrem Markt eine globale Top 3 Position inne
  2. Der UMSATZ LIEGT > 5 Mrd: Euro
  3. Sie besitzen eine geringe Bekanntheit in der allgemeinen Öffentlichkeit

Gerade im Bereich der Mid-, Small und Microcaps lassen sich echte Hidden Champions mit einer schlüssigen, intakten Wachstumsstory identifizieren. Wer hier rechtzeitig einsteigt, auch als Sparplan, kann in einem halbwegs stabilen Börsenumfeld eine deutliche Outperformance erzielen. Eine gewisse Risikobereitschaft ist hierfür zwingend erforderlich.

Das schwierige und von großen Makro-Risiken gekennzeichnete Jahr 2022 hat dies für Nebenwerte gezeigt.

Aus heutiger Sicht ist aber zu konstatieren, dass z.B. europäische Nebenwerte nahe einer historisch niedrigen Bewertung handeln (auf Basis des KGV für die nächsten 12 Monate). Dies, obwohl sich die fundamentalen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den letzten Monaten wesentlich verbessert haben. So hat sich China sehr schnell von der Zero-Covid Politik verabschiedet, durch den milden Winter ist die Energiekrise ausgeblieben und die Inflation reduziert sich deutlich, u.a. infolge stark gefallener Energiepreise.

Für die Zentralbanken scheint sich bereits heute ein Ende bzw. ein zum großen Teil bereits abgeschlossener Zinserhöhungszyklus darzustellen. Dies wäre positiv für den Aktienmarkt, der auch von einer ggf. eintretenden, wenn auch nur moderaten Erholung der europäischen Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2023 profitieren könnte. Mit langfristiger Perspektive kann die aktuelle Situation im europäischen Nebenwerte-Markt also durchaus als Chance interpretiert werden.

Interessant an diesem Nebenwerte-Markt ist vor allem, dass er ineffizient ist. Das heißt, die Kurse spiegeln oft nicht den tatsächlichen, fundamentalen Wert der Aktie wider. Bei einem Investment-Universum von > 5.000 Unternehmen in Europa überrascht das nicht. So können die einzelnen Investoren nicht alle dieser Unternehmen analysieren und verstehen, dafür reichen die Ressourcen nicht aus. Ein aktiver Manager, der diese Arbeit macht und sehr konzentriert investiert, kann sich aber diese Fehlbewertungen zunutze machen.

Einen dieser aktiven Fonds möchten wir Ihnen gerne vorstellen. Es ist der Trend Kairos European Opportunities. Das Fondsmanagement ist uns persönlich bekannt (Interview mit Jens Hillers, Fondsmanager im Jahre 2021 > siehe Börsenupdate #2/2021 KLEIN ABER OHO) und wir sind von der Leistung mehr als überzeugt.

Der Trend Kairos European Opportunities-Aktienfonds fokussiert sich auf die Assetklasse Europäische Small und Mid Cap-Aktien, die aufgrund struktureller Faktoren langfristig höhere Renditen erzielen als der breite Aktienmarkt.

Das Kernziel des Fonds besteht darin, für die Anleger eine zusätzliche Rendite auf diesen attraktiven Assetklassen-Return zu erwirtschaften. Dabei werden gezielt Informations- und Bewertungsineffizienzen des Segments genutzt und langfristig in ein hoch konzentriertes, ausschließlich auf Basis einer eigenen fundamentalen Analyse gebildetes Stock-Picking-Portfolio investiert. Der Fokus liegt auf gut geführten Unternehmen mit nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen, die sich durch stabiles, strukturelles Wachstum und ein relativ niedriges Risikoprofil auszeichnen.

Zur weiteren Information finden Sie hier die Wesentlichen Anlegerinformationen und das Wertpapierprospekt, sowie weiterführende Informationen

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, kommen Sie einfach auf uns zu. Ebenso bieten wir Ihnen auf Anfrage auch die geeigneten Anlageideen an und besprechen diese mit Ihnen.

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Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Kundeninformation im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes, diese Kundeninformation (KI) richtet sich an natürliche und juristische Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt bzw. Sitz in Deutschland und wird ausschließlich zu Informationszwecken eingesetzt. Diese Information kann eine individuelle anlage- und anlegergerechte Beratung nicht ersetzen und begründet weder einen Vertrag noch irgendeine anderweitige Verpflichtung oder stellt ein irgendwie geartetes Vertragsangebot dar. Ferner stellen die Inhalte weder eine Anlageberatung, eine individuelle Anlageempfehlung, eine Einladung zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Willenserklärung oder Aufforderung zum Vertragsschluss über ein Geschäft in Finanzinstrumenten dar. Auch wurde sie nicht mit der Absicht verfasst, einen rechtlichen oder steuerlichen Rat zu geben. Die steuerliche Behandlung von Transaktionen ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und evtl. künftigen Änderungen unterworfen. Die individuellen Verhältnisse des Empfängers (u.a. die wirtschaftliche und finanzielle Situation) wurden im Rahmen der Erstellung der „KI“ nicht berücksichtigt.

Eine Anlage in Finanzinstrumente beinhaltet gewisse produktspezifische Risiken – z.B. Markt- oder Branchenrisiken, das Währungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiko – und ist nicht für alle Anleger geeignet. Daher sollten mögliche Interessenten eine Investitionsentscheidung erst nach einem ausführlichen Anlageberatungsgespräch durch einen registrierten Anlageberater und nach Konsultation aller zur Verfügung stehenden Informationsquellen treffen. Empfehlungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile über zukünftiges Geschehen dar, sie können sich daher bzgl. der zukünftigen Entwicklung eines Produkts als unzutreffend erweisen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser Kundeninformation, eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann nicht übernommen werden, da teilweise Inhalte eines Dritten wiedergegeben werden. Der vorstehende Inhalt gibt ausschließlich die Meinungen des Verfassers wieder, eine Änderung dieser Meinung ist jederzeit möglich, ohne dass es publiziert wird. Die vorliegende Information ist urheberrechtlich geschützt, jede Vervielfältigung und die gewerbliche Verwendung sind nicht gestattet.

BÖRSENUPDATE
THE BLUE REVOLUTION – DIE BEDEUTUNG DER OZEANE

Sehr geehrte Damen und Herren,

über 70 % der Oberfläche unseres Planeten ist mit Wasser bedeckt. Jedoch kennen nur die Wenigsten die enorme Bedeutung der Ozeane für das Leben auf der Erde.
Global findet unter der Wasseroberfläche eine Revolution statt. Auch wenn dies vielen nicht bewusst ist: Bessere Technologien, Produktionsprozesse und gezielte Investitionen in die Aquakultur läuten eine Zukunft ein, welche größere Ernährungssicherheit, höhere Einkommen für die Fischer, gesunde und schmackhafte Proteine für Millionen von Menschen, eine positive Bilanz für die Umwelt und das Klima sowie großartige Investitionsmöglichkeiten mit sich bringt.

Was wäre, wenn wir die Chance hätten, das Ernährungssystem dieser Welt neu zu erfinden und lokale, nachhaltige Lebensmittel zur Norm und nicht zur Ausnahme zu machen?

Herbert Diem

Es mag wie eine verrückte Idee erscheinen, aber mit beinahe 10 Milliarden Menschen, die bis 2050 auf unserem Planeten erwartet werden, ist dies eine Notwendigkeit. Die Vereinten Nationen sagen voraus, dass wir die gegenwärtige Nahrungsmittelproduktion bis 2050 um 70 % steigern müssen, um die Welt zu ernähren. Es gibt nicht die eine Lösung für diese Herausforderung, doch sie befördert einige innovative Ideen, welche die Art uns zu ernähren, grundlegend ändern könnten. Der am schnellsten wachsende Sektor der Lebensmittelproduktion ist die Aquakultur. Sofern Fischzucht in einer nachhaltigen Weise betrieben wird, könnte sie die Welt ernähren und unseren Planeten schützen.

Wir befinden uns nun an einem kritischen Wendepunkt, an dem wir die Entwicklung der Aquakultur ändern können, um die Fehler unserer landbasierten Landwirtschaftssysteme zu vermeiden und die einzigartigen physiologischen Eigenschaften von Fischen, Schalentieren und Algen zu nutzen. Auch diese noch junge und fragmentierte Industrie hat Fehler gemacht. Themen wie der Antibiotikaeinsatz, Fischausbrüche, Krankheiten und die Verwendungen von Fischen im Futtermittel werden auch heutzutage von den Medien noch gerne thematisiert. Jedoch kann festgestellt werden, dass die Industrie eine bahnbrechende Entwicklung hingelegt hat. Der Antibiotikaeinsatz gehört bald der Vergangenheit an, der Fisch ist beinahe zum Vegetarier mutiert und der Fischkot wird als Biodünger in der Landwirtschaft eingesetzt. Krankheiten können weder beim Menschen noch bei Tieren vollständig eliminiert werden. Abhilfe schafft die Technologie und intelligente Systeme, welche die Fische rund um die Uhr überwachen und auffällige Verhaltensweise zeitnah feststellen. Ein rasches Handeln hilft, entsprechende Maßnahmen zu treffen.

ZUCHTFISCH ALS NACHHALTIGE PROTEINQUELLE

Die Aquakultur ist von Natur aus ein ressourcenschonendes Mittel zur Erzeugung von Lebensmitteln. Die Fischzucht benötigt kein Land und nur minimal Süßwasser. Die Auswirkungen der Schwerkraft sind geringer. Fische können Futtermittel deutlich effizienter in ihr eigenes Wachstum umwandeln. Das Futterumwandlungsverhältnis (FCR) eines Lachses liegt beispielsweise bei 1.3. Dies bedeutet, dass ein Lachs 1.3 Kilogramm Futtermittel benötigt, um ein Kilogramm zu wachsen. Um dies in den Kontext zu setzten, vergleichen wir den Wert mit einem Rind. Dieses benötigt für das gleiche Wachstum rund 8 Kilogramm Futtermittel.

Quelle: Bonafide

Unser Ozean ist weitgehend unerschlossen und unterliegt traditionell nicht dem gleichen Ausmaß an Regulierung wie die Landfläche. Die Regierungen haben mittlerweile die Wichtigkeit des Ozeans erkannt und versuchen mit einheitlichen und zielgerichteten Massnahmen, ein attraktives Umfeld zu schaffen. Nachhaltige kommerzielle Nutzungszonen können die Aquakultur weg von kritischen Lebensräumen wie Mangroven, Korallen und Seegras und hin zu Gebieten lenken, die die richtigen bioökonomischen Bedingungen für die Zucht von Meeresfrüchten bieten – und dabei viele der negativen Auswirkungen der Aquakultur reduzieren. Denkt man weiter, können neben den Küstenregionen die offenen Ozeane zur Zucht von Fischen genutzt werden. Dies war vor einigen Jahren noch undenkbar. Der Proof of Concept ist mittlerweile vorhanden und die Wachstumseuphorie beinahe unendlich.

AQUAKULTUR IM EINKLANG MIT DER NATUR

Stellen Sie sich eine Lebensmittelproduktion vor, die zur Gesundheit des Ökosystems beiträgt, anstatt zum Rückgang dessen. Stellen Sie sich eine vertikale Farm mit geringem Platzbedarf vor, die die gesamte Wassersäule nutzt, um gleichzeitig Schalentiere und Algen zu züchten. Die Muscheln der Farm befinden sich in der Nähe der Flussmündung und filtern Verunreinigungen, während Algen überschüssigen Stickstoff aus Küstenverschmutzung wie landgestütztem Abfluss aufsaugen. Das Design der Farm ist so, dass sie lokalen Fischarten und Krustentieren eine Kinderstube bietet, damit sie optimal heranwachsen können. Die verstärkte Anwendung ökologischer Prinzipien kann auch dazu beitragen, die Gestaltung und den Standort von Aquakulturzentren zu verbessern. Meeresforschungsunternehmen führen zusammen mit Aquakulturunternehmen eine Reihe von Pilotprojekten auf der ganzen Welt durch, um festzustellen, wie, wo und wann die Aquakultur tatsächlich zur Verbesserung der Umwelt beitragen kann. Wenn wir die richtigen Bedingungen finden, können wir eine leistungsstarke marktbasierte Lösung für die Wiederherstellung der Küsten erschließen und gleichzeitig Nahrung und Arbeitsplätze schaffen.

LIEFERKETTEN VERKÜRZEN UND LEBENSMITTEL LOKAL ANBAUEN

Im Durchschnitt legen Lebensmittel in den Vereinigten Staaten 2.500 Kilometer zurück, bevor sie den Verbraucher erreichen. Viele große Länder, von der Europäischen Union bis zu den Vereinigten Staaten, importieren den größten Teil der Lebensmittel aus den Ozeanen. Dies macht Meeresfrüchte zu einer der am meisten gehandelten Waren der Welt. Städte weltweit wachsen exponentiell. Eine größere lokale Lebensmittelproduktion wird zu einem Muss. Der größte Teil des verfügbaren Landes in ihrer Nähe wird bereits vollständig genutzt. Die meisten Großstädte liegen an der Küste, und innerhalb kurzer Entfernungen gibt es ein erhebliches Aquakulturpotenzial, um den Ozean nachhaltig zu bewirtschaften. Es gibt noch einige Hindernisse, um dies zu erreichen. Wir brauchen intelligente Rahmenbedingungen für die Aquakultur, die Wachstum ermöglichen und gleichzeitig unsere Umwelt schützen. Die Zusammenarbeit mit Unternehmen, Küstengemeinden und Regierungen kann sicherstellen, dass die Zukunft der Aquakultur ihr Potenzial voll ausschöpft und in Harmonie mit unseren Ozeanen und Küsten existiert. Dabei werden auch Investitionen ein kritischer Faktor sein, um die angestrebten Ziele zu erreichen.

FAKTEN ZUR FISCHEREI UND AQUAKULTUR

  • Am meisten gehandelt: Fish & Seafood gehören zu den weltweit meistgehandelten Nahrungsmitteln
  • Am schnellsten wachsend: Aquakultur bleibt die am schnellsten wachsende Nahrungsmittelproduktion
  • 214 Mio. Tonnen: Total Fischfang & Aquakultur weltweit (1996: 93.8 Mio. Tonnen)
  • > 20kg/Kopf: Pro Kopf Konsum von Fish & Seafood (1960er: 9.9Kg)
  • 49.2%: Beitrag der Aquakultur (ohne Algen) zur Gesamtfischerei (1990: 13.4%)
  • 151 Mrd. USD: Wert der weltweiten Exporte (ohne Algen) 2020

Quelle: The State of World Fisheries and Aquaculture 2022 – Towards Blue Transformation (FAO, 2022)

Das Thema „Ernährung der Welt“ wird durch den fortschreitenden Klimawandel und der demographischen Entwicklung eine noch wichtigere Bedeutung für die Menschheit einnehmen. Aquakulturen werden dabei eine entscheidende Rolle spielen. Unterstützt wird dies durch weitere globale Makrotrends und dem Wunsch der Bürger sich gesund zu ernähren.
Christoph Baldegger, der Gründer von Bonafide, hat diesen Trend bereits vor über 10 Jahren erkannt und den Bonafide Global Fish Fund gegründet. Gestartet mit dem eigenen Geld kann dies mittlerweile als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden. Mit EUR 250 Millionen gehört Bonafide zu den bedeutendsten Investoren in diesem Bereich. Investoren profitieren als First Mover vom schnellen Wachstum der Industrie und der Transformation der Lebensmittelproduktion weltweit.

Nachfolgend stellen wir Ihnen dazu einen Fonds aus diesem Bereich vor.

BONAFIDE GLOBAL FISH FUND -EUR-

Vergleich der zeitgewichteten Rendite (BVI)
Zeitraum von 13.06.2012 bis 31.01.2023

Quelle: Bonafide

Die Informationen zur vergangenen Wertentwicklung basieren auf der BVI-Methode. Frühere Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für eine künftige Wertentwicklung.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, kommen Sie einfach auf uns zu. Ebenso bieten wir Ihnen auf Anfrage auch die geeigneten Anlageideen an und besprechen diese mit Ihnen.

Mit besten Grüßen

ppa. Herbert Diem

Zur weiteren Information finden Sie unter https://www.bonafide-ltd.com/de die „Wesentlichen Anlegerinformationen“ und das Wertpapierprospekt (Kapitalverwaltungsgesellschaft).

 

Ziel des Fonds ist es hauptsächlich einen mittel- bis langfristigen Kapitalgewinn zu erzielen, indem bestimmte ESG-Merkmale gefördert und Nachhaltigkeitsrisiken in den Investitionsprozess integriert werden. Bei diesem Fonds handelt es sich um ein Produkt nach Art. 8 der Offenlegungsverordnung (SFDR). Der Fonds wird aktiv verwaltet und orientiert sich an keiner Benchmark. Der Fonds investiert sein Vermögen dauernd mindestens 51% unmittelbar in Beteiligungspapiere und -wertrechte (Aktien, Aktien mit Warrants, etc.) von Unternehmen weltweit, deren Geschäftstätigkeit insbesondere in einem oder mehreren Bereichen der Fischwirtschaft, einschließlich verschiedener angrenzender Wirtschaftsbereiche, liegt. Dabei liegt der Fokus der Anlagen grundsätzlich auf einer nachhaltigen und ökologischen Ausrichtung. Der Fonds kann Derivatgeschäfte einsetzen, um Vermögenspositionen abzusichern oder um höhere Wertzuwächse zu erzielen. In diesem Rahmen obliegt die Auswahl der einzelnen Vermögensgegenstände dem Asset Manager. Die Erträge verbleiben im Fonds und erhöhen den Wert der Anteile (thesaurierend). Die Anleger können von der Verwaltungsgesellschaft grundsätzlich börsentäglich die Rücknahme der Anteile verlangen. Die Verwaltungsgesellschaft kann jedoch die Rücknahme aussetzen, wenn außergewöhnliche Umstände dies unter Berücksichtigung der Anlegerinteressen erforderlich erscheinen lassen.

GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG, Im Schloßpark Gern 2, D-84307 Eggenfelden, Deutschland

Register-/Amtsgericht Landshut HRA 10531
Komplementärin: GAH-Finanzkontor Verwaltungs GmbH
HRB 7172 Register-/Amtsgericht Landshut
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Geschäftsführer: Alexander Baumgartner, Michael Inninger und Andreas Witzany

Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Kundeninformation im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes, diese Kundeninformation (KI) richtet sich an natürliche und juristische Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt bzw. Sitz in Deutschland und wird ausschließlich zu Informationszwecken eingesetzt. Diese Information kann eine individuelle anlage- und anlegergerechte Beratung nicht ersetzen und begründet weder einen Vertrag noch irgendeine anderweitige Verpflichtung oder stellt ein irgendwie geartetes Vertragsangebot dar. Ferner stellen die Inhalte weder eine Anlageberatung, eine individuelle Anlageempfehlung, eine Einladung zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Willenserklärung oder Aufforderung zum Vertragsschluss über ein Geschäft in Finanzinstrumenten dar. Auch wurde sie nicht mit der Absicht verfasst, einen rechtlichen oder steuerlichen Rat zu geben. Die steuerliche Behandlung von Transaktionen ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und evtl. künftigen Änderungen unterworfen. Die individuellen Verhältnisse des Empfängers (u.a. die wirtschaftliche und finanzielle Situation) wurden im Rahmen der Erstellung der „KI“ nicht berücksichtigt.

Eine Anlage in Finanzinstrumente beinhaltet gewisse produktspezifische Risiken – z.B. Markt- oder Branchenrisiken, das Währungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiko – und ist nicht für alle Anleger geeignet. Daher sollten mögliche Interessenten eine Investitionsentscheidung erst nach einem ausführlichen Anlageberatungsgespräch durch einen registrierten Anlageberater und nach Konsultation aller zur Verfügung stehenden Informationsquellen treffen. Empfehlungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile über zukünftiges Geschehen dar, sie können sich daher bzgl. der zukünftigen Entwicklung eines Produkts als unzutreffend erweisen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser Kundeninformation, eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann nicht übernommen werden, da teilweise Inhalte eines Dritten wiedergegeben werden. Der vorstehende Inhalt gibt ausschließlich die Meinungen des Verfassers wieder, eine Änderung dieser Meinung ist jederzeit möglich, ohne dass es publiziert wird. Die vorliegende Information ist urheberrechtlich geschützt, jede Vervielfältigung und die gewerbliche Verwendung sind nicht gestattet.

BÖRSENUPDATE
WASSER, DAS BLAUE GOLD

Sehr geehrte Damen und Herren,

Hitze, Dürre und Wassermangel sind längst nicht mehr nur ein Problem der Subsahararegion. Wassermangel herrscht auch vor unserer Haustür. Weltweit nimmt die Wasserknappheit zu – sie wird durch Klimawandel und Bevölkerungswachstum verschärft.

Heute ist die Wasserknappheit bereits in 17 Ländern, in denen 25 % der Weltbevölkerung leben, extrem hoch und die steigende Wassernachfrage wird die Lage noch weiter verschärfen. Im Norden Italiens beispielsweise wird die Lage angesichts der aktuell anhaltenden Dürre immer prekärer. Der Fluss Po wies zuletzt vor 70 Jahren einen derart tiefen Wasserstand auf.

Herbert Diem

Die Landwirtschaft ist ebenso betroffen, da sie nicht mehr wässern kann, wie die Energiewirtschaft, die ihre Kraftwerke nicht kühlen kann. Der Schaden wird weit über dem liegen, der beim Rheinniedrigwasser 2018 entstanden ist. Das heiße Wetter und das Austrocknen der Flüsse sind deutliche Zeichen des Klimawandels, die uns nicht verborgen bleiben. Lassen Sie uns den Blick hiervon zu den Auswirkungen des Klimawandels und menschlichen Handeln werfen, die mehr im Verborgenen liegen und folglich zu wenig Beachtung finden.

Aktuell findet ein Aussterben von Tierarten statt, wie es sie sonst nur in geologischen Epochenübergängen gab. Die Auswirkungen werden dem Klimawandel nicht nachstehen. Konkret steht laut dem Weltbiodiversitätsrat „ipbes“, der eine ähnliche Rolle einnimmt, wie der bekanntere Weltklimarat, einer Million Arten die Ausrottung bevor.

Für die Herstellung vieler Produkte, die der modernen Stadtbevölkerung selbstverständlich erscheinen, wird eine erhebliche Menge an Wasser benötigt.

So erfordert die HERSTELLUNG EINES HAMBURGERS 1750 LITER WASSER; FÜR EIN BAUMWOLL-T-SHIRT SIND 2495 LITER NÖTIG; FÜR EIN EI 189 LITER UND FÜR EINE TASSE KAFFEE 132 LITER (Quelle BNP Paribas).

Bezogen auf die erneuerbaren Wasserressourcen pro Einwohner liegt Deutschland nur auf Platz 118, direkt vor Afghanistan. Das wasserreichste Land der Welt auf Platz 1 ist Island.

WAS KÖNNEN WIR TUN?

  • Wasserknappheit von Regierungen, Unternehmen und Wissenschaften als TOP-Risiko zu identifizieren.
  • 7,5 Billionen US-Dollar an Investitionen in die Wasserinfrastruktur weltweit wird in den nächsten 15 Jahren erwartet.
  • 300 Mrd. US-Dollar zur Bekämpfung der Wasserverschmutzung im chinesischen WATER 10 PLAN vorgesehen.
  • Immer mehr Dürren und Überschwemmungen erhöhen die Dringlichkeit von Investitionen in Wassersysteme.
  • „Fast Fashion“ muss aufhören! Textilproduzenten in China und Bangladesch verschmutzen die Flüsse. Alte Kleidung landet etwa als Textilmüll im Fluss Nairobi, der durch die Hauptstadt Kenias fließt. Früher wurde aus dem Fluss Trinkwasser entnommen. Das ist nun nicht mehr möglich. Es wird noch schlimmer. Bei jedem Regen nimmt der Fluss Nairobi Massen an Stofffetzen, die nichts anderes als PLASTIKMÜLL sind, mit sich und spült sie in den Indischen Ozean.
  • Abwasseraufbereitung -> Wasserrecycling, Wiederverwendung von Wasser.
  • Gegen Überdüngung (Phosphor, Stickstoff) vorgehen. Stichwort „toxische Algenblüte“.
  • Leckerkennung -> Technische Fortschritte bei der Leckerkennung, weniger Wasserverluste, längere Lebensdauer der Rohrleitungen.
  • Entsalzung -> effizientere und kostengünstigere Umwandlung von Meer- in Frischwasser.
  • Intelligente Bewässerung -> höhere Ernteerträge und bessere Wassernutzung. Einsatz von Solarenergie.
  • Wassersparmaßnahmen -> neue Systeme, die den Wasserverbrauch verringern, etwa im Haushalt durch Toiletten mit Spartaste (Zweimengentechnik).

Der globale Wassermangel stellt Regierungen auch vor enorme wirtschaftliche Herausforderungen. Sie sind gezwungen in die Wasserinfrastruktur zu investieren, damit sie als Wirtschaftsstandort trotz Wasserknappheit attraktiv bleiben.

(Quellen: World Forum – Global Risks 2015; McKinsey Global Institute – Bridging Global Infrastructure Gaps Juni 2016; China Water Risk – New Water Ten Plan; Greenpeace)

Das Thema „Wasser“ wird durch den fortschreitenden Klimawandel und Dürreperioden in Zukunft eine noch wichtigere Bedeutung für die Menschheit einnehmen. Daher haben auch Anleger längst diesen Zukunftstrend erkannt und investieren in Aktienfonds aus diesem Bereich.

Nachhaltige Wasserfonds setzen auf Unternehmen, die in verschiedenen Bereichen des Wassersektors ihre Gewinne erwirtschaften. Sie versorgen die Bevölkerung mit Wasser, stellen die entsprechende Infrastruktur bereit, entwickeln Technologien mit denen Wasser optimal verwendet werden kann oder befassen sich mit der Aufbereitung von Abwasser.

Nachfolgend stellen wir Ihnen dazu einen Fonds aus diesem Bereich vor.

PICTET – WATER P

Die Informationen zur vergangenen Wertentwicklung basieren auf der BVI-Methode. Frühere Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für eine künftige Wertentwicklung.
(Quelle: BN & Partners Capital AG – Investmentvergleich)

Zur weiteren Information finden Sie hier die „Wesentlichen Anlegerinformationen“ und das Wertpapierprospekt.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, kommen Sie einfach auf uns zu. Ebenso bieten wir Ihnen auf Anfrage auch die geeigneten Anlageideen an und besprechen diese mit Ihnen.

Mit besten Grüßen

ppa. Herbert Diem

GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG, Im Schloßpark Gern 2, D-84307 Eggenfelden, Deutschland

Register-/Amtsgericht Landshut HRA 10531
Komplementärin: GAH-Finanzkontor Verwaltungs GmbH
HRB 7172 Register-/Amtsgericht Landshut
USt-IdNr.: DE283760354
Geschäftsführer: Alexander Baumgartner, Michael Inninger und Andreas Witzany

Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Kundeninformation im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes, diese Kundeninformation (KI) richtet sich an natürliche und juristische Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt bzw. Sitz in Deutschland und wird ausschließlich zu Informationszwecken eingesetzt. Diese Information kann eine individuelle anlage- und anlegergerechte Beratung nicht ersetzen und begründet weder einen Vertrag noch irgendeine anderweitige Verpflichtung oder stellt ein irgendwie geartetes Vertragsangebot dar. Ferner stellen die Inhalte weder eine Anlageberatung, eine individuelle Anlageempfehlung, eine Einladung zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Willenserklärung oder Aufforderung zum Vertragsschluss über ein Geschäft in Finanzinstrumenten dar. Auch wurde sie nicht mit der Absicht verfasst, einen rechtlichen oder steuerlichen Rat zu geben. Die steuerliche Behandlung von Transaktionen ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und evtl. künftigen Änderungen unterworfen. Die individuellen Verhältnisse des Empfängers (u.a. die wirtschaftliche und finanzielle Situation) wurden im Rahmen der Erstellung der „KI“ nicht berücksichtigt.

Eine Anlage in Finanzinstrumente beinhaltet gewisse produktspezifische Risiken – z.B. Markt- oder Branchenrisiken, das Währungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiko – und ist nicht für alle Anleger geeignet. Daher sollten mögliche Interessenten eine Investitionsentscheidung erst nach einem ausführlichen Anlageberatungsgespräch durch einen registrierten Anlageberater und nach Konsultation aller zur Verfügung stehenden Informationsquellen treffen. Empfehlungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile über zukünftiges Geschehen dar, sie können sich daher bzgl. der zukünftigen Entwicklung eines Produkts als unzutreffend erweisen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser Kundeninformation, eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann nicht übernommen werden, da teilweise Inhalte eines Dritten wiedergegeben werden. Der vorstehende Inhalt gibt ausschließlich die Meinungen des Verfassers wieder, eine Änderung dieser Meinung ist jederzeit möglich, ohne dass es publiziert wird. Die vorliegende Information ist urheberrechtlich geschützt, jede Vervielfältigung und die gewerbliche Verwendung sind nicht gestattet.

BÖRSENUPDATE
HAPPY BIRTHDAY – DAX 34 JAHRE

START 01.07.88 – 1163,52 PUNKTE

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 01.07.88, also vor nun mehr als 34 Jahren, startete der neue Deutsche Aktienindex, Kosename DAX mit 1163,52 Punkten, als Performanceindex (incl. Dividendenausschüttungen). Stand heute sind wir bei 13.347,80.

Im nachfolgenden Artikel von meinem ehemaligen Chef Thorsten Schrieber (der uns diesen freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat) geht er auch auf die verschiedenen Entwicklungen der Börse ein.

Ich finde diesen Artikel sehr interessant und spannend und will Ihnen diesen nicht vorenthalten.
Viel Spaß beim Lesen.

Herbert Diem

WAS EINE REZESSION FÜR AKTIEN UND CO. BEDEUTET

Inflation, steigende Zinsen, sinkende Aktienkurse: Viel ist derzeit von einer drohenden Rezession die Rede. Was heißt das genau und welche Folgen hätte das für Anleger? Thorsten Schrieber, Vorstand bei DJE Kapital, gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Aktuell kommt man an dem Wort Rezession nicht vorbei: Wahlweise ist eine Rezession unausweichlich, sehr wahrscheinlich oder sogar bereits da. Bei vielen Anlegerinnen und Anlegern sorgt das unweigerlich für ein ungutes Gefühl. Hier wesentliche Fragen und Antworten im Überblick.

WAS GENAU IST EINE REZESSION?

Orientiert man sich an der aktuellen Berichterstattung, so entsteht leicht der Eindruck, dass eine Rezession die Tiefphase eines Konjunkturzyklus darstellt. Tatsächlich handelt es sich bei der Rezession um die Phase des Abschwungs, die sich durch eine abnehmende Wirtschaftsleistung äußert. Experten sprechen dann von einer Rezession, wenn das Brutto-Inlandsprodukt (BIP) einer Volkswirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen im Vorjahresvergleich rückläufig ist. Dabei ist egal, wie klein oder groß die Diskrepanz zwischen den Vergleichswerten ist.

BIP: Das Bruttoinlandsprodukt ist eine offizielle Messgröße für die Wirtschaftsleistung einer Volkswirtschaft. Es misst die Gesamtproduktion aller Waren und Dienstleistungen im Inland nach Abzug aller Vorleistungen.

WORAN ERKENNT MAN EINE REZESSION?

Neben dem rückläufigen BIP gibt es noch weitere Kennzeichen, unter anderem:

  • fallende Börsenkurse
  • sinkende Produktion
  • abnehmendes Lohnniveau
  • zunehmende Arbeitslosigkeit
  • Rückgang der Nachfrage und des Konsums
  • pessimistische Marktprognosen
  • überhohe Lagerbestände
  • sinkende Preise

Generell gilt: Nicht jede Rezession ist gleich, weswegen die Merkmale im Einzelfall abweichen können.

WARUM IST EINE REZESSION EIN VOLKSWIRTSCHAFTLICHES PROBLEM?

Eine Volkswirtschaft, die sich abkühlt und an Fahrt verliert, kennt viele Verlierer. Dazu gehören vor allem die Beschäftigten im Niedriglohnsektor sowie Haushalte mit geringerem Einkommen. Viele Unternehmen werden zum Sparen gezwungen und versuchen, ihre fundamentalen Daten durch Personalabbau zu verbessern. Die Sozialsysteme werden durch eine steigende Arbeitslosigkeit belastet – abnehmender Konsum wiederum verringert staatliche Steuereinnahmen und die Umsätze der Unternehmen. Und: Nicht jedes Unternehmen überlebt einen solchen wirtschaftlichen Abschwung.

WELCHE POSITIVEN EFFEKTE KANN EINE REZESSION HABEN?

Bei allen Schwierigkeiten, die eine Rezession mit sich bringt – sie kann auch Positives bewirken. Unternehmen, deren Geschäftsmodelle langfristig nicht tragfähig sind, etwa weil sie nur auf Pump ausgelegt sind, werden bisweilen ausgesiebt. So findet eine gewisse Form der Bereinigung statt. Die Nachfrage lässt nach, und damit sinkt in der Regel auch die Inflationsrate. Die Überhitzung, die in der Phase der Hochkonjunktur eingesetzt hat, kühlt allmählich ab.

Und bereits die Überhitzung ist gekennzeichnet von teils negativen Merkmalen wie:

  • geringes oder stagnierendes Wachstum
  • Übertreibungen und zu starker Optimismus führen zu Fehlinvestitionen
  • Preise steigen
  • fragmentierte Märkte erfahren stärkere Konzentration

Insofern ist die derzeit weit verbreitete Furcht vor einer Rezession nur die halbe Wahrheit. Eine Rezession ist eine vielschichtige Konjunkturphase, die eine Volkswirtschaft durchaus wieder auf einen langfristig stabileren Weg führen kann.

BLICK ZURÜCK: WANN GAB ES DIE LETZTE REZESSION?

So dramatisch, wie derzeit über eine drohende Rezession berichtet wird, könnte der Eindruck entstehen, dass dieses Phänomen nur sehr selten auftritt und die letzte Rezession Jahrzehnte zurückliegt. Falsch – zurück in das Corona-Jahr 2020: Laut den Daten des Bureau of Economic Analysis wiesen exemplarisch in den USA die ersten beiden Quartale eine negative BIP-Entwicklung im Vorjahresvergleich auf. Durch mehr monetäre und fiskalpolitische Anstrengung konnte die Rezession jedoch schnell gestoppt werden. Ein solcher Eingriff erscheint vor dem Hintergrund des aktuellen Inflationsgeschehens allerdings noch unwahrscheinlich. Erst ein Rückgang der Teuerungsraten könnte den Notenbanken wieder mehr Manövrierfähigkeit geben. Insofern taugt die Corona-Rezession von 2020 nur bedingt als Vergleich.

Gehen wir etwas weiter zurück. Anfang der 1990er rutschte die US-Wirtschaft in eine Rezession. Sie wurde ausgelöst von der restriktiven Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve, um die steigende Inflation zu bekämpfen. Steigende Ölpreise trugen maßgeblich zum Anziehen der Inflation bei. Wichtigster Preistreiber: der irakische Überfall auf Kuwait. Der so genannte Ölpreis-Schock hielt rund neun Monate an, bis eine internationale Koalition unter Führung der USA Saddam Husseins Truppen zurückdrängen und die Ängste um die Ölversorgung auflösen konnte.

WIE WIRKTEN SICH REZESSIONEN IN DER VERGANGENHEIT AUF DIE AKTIENMÄRKTE AUS?

Insgesamt gilt die 1990er-Rezession der US-Konjunktur als vergleichsweise milde, sie dauerte nur acht Monate. Dennoch wurde sie von einem Bärenmarkt für Aktien flankiert, in dessen Spitze der S&P 500 in nur 68 Tagen 20 Prozent verlor. Auch global kühlte das Wirtschaftsklima ab, sodass die europäischen Aktien ebenfalls in einen Bärenmarkt gerieten. Dieser dauerte 131 Tage und der Index verlor bis zu 24 Prozent. Besonders lehrreich ist allerdings nicht der Blick auf die maximalen Verluste der Bärenmärkte, sondern vielmehr auf die Erholung der Aktienmärkte nach diesen Rückschlägen.

WHAT COMES DOWN MUST GO UP AGAIN – WANN UND WIE ERHOLEN SICH DIE MÄRKTE?

Nur drei Monate nach dem Tiefpunkt des Bärenmarkts sah die Welt der Aktienmärkte bereits ganz anders aus. Der S&P 500 lag bereits wieder bei einem Plus von 23 Prozent, der MSCI Europe notierte bei +25 Prozent. Ein Einzelfall, den die Märkte dem milden Rezessionsverlauf zu verdanken hatten? Nicht ganz. Die Statistik zeigt, dass der S&P 500 bei Bärenmärkten im Schnitt sechs Monate nach dem Tiefpunkt bei +25 Prozent, zwölf Monate danach sogar bei +36 Prozent steht. Demgegenüber steht ein durchschnittlicher Drawdown (der maximale Wertverlust bis zum Wiedererreichen des Ursprungswertes) von 34 Prozent.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in den anderen Indizes. Der MSCI Europe liegt ein Jahr nach Bärenmarkt-Tiefpunkten bei einem Plus von 34 Prozent, während der Drawdown 32 Prozent beträgt. Und auch im Weltindex MSCI All Country World steht zwölf Monate nach einem Bärenmarkt eine Erholung von 32 Prozent einem Drawdown von 25 Prozent gegenüber.

Sogar lang anhaltende Bärenmärkte, etwa während der Rezessionen Anfang der 2000er (New Economy-Blase) und während der großen Finanzkrise ab 2007, konnten sich mit etwas Distanz wieder erholen. Bei ersterer verlor der S&P bis zu 49 Prozent und konnte bis zwölf Monate nach dem Tiefpunkt immerhin 33 Prozent wieder gutmachen. Bei zweiterer ging es sogar 57 Prozent nach unten, dafür folgte eine Erholung von 68 Prozent ein Jahr später.

Tabelle 1 Entwicklung des S&P500 in Bärenmärkten in Verbindung mit einer Rezession.

Entwicklung des S&P 500 in Bärenmärkten in Verbindung mit einer Rezession

*Stand: 14.06.2022, Quelle: Morgan Stanley Research

WAS IST ZU TUN?

Rezessionen sind herausfordernd für eine Volkswirtschaft, sie können ihr perspektivisch aber auch helfen. Aktienmärkte und Rezessionen vertragen sich nicht besonders gut, aber dennoch haben die Märkte sich, historisch betrachtet, bisher immer wieder erholt. Für Anlegerinnen und Anleger bedeutet das vor allem eines: Ruhe bewahren. Breite Abschwünge in der Wirtschaft und an der Börse sind schmerzhaft, rote Zahlen sieht niemand gern im Portfolio. Aber: Nicht jede Aktie und nicht jedes Unternehmen leidet in einem solchen Negativszenario gleichermaßen. Schon auf Sektor-Ebene werden Unterschiede deutlich. Die Automobil-Industrie etwa muss mit durchschnittlich -61 Prozent maximalem Drawdown in Marktkrisen vergleichsweise hohe Verluste verkraften. Auch der Immobiliensektor wird mit -59 Prozent durchschnittlichem maximalen Drawdown in Krisenzeiten stark gebeutelt.

WELCHE SELEKTIVEN CHANCEN KÖNNEN SICH BIETEN?

Als krisenresistenter erweisen sich Wirtschaftszweige, auf die Verbraucher auch in schweren Zeiten nicht verzichten können. Basiskonsumgüter wie Haushaltswaren und Lebensmittel führen das Feld mit einem maximalen durchschnittlichen Drawdown von 23 Prozent an. Auch der Gesundheits-Sektor steht in Krisenzeiten mit einem Drawdown-Durchschnittswert von 31 Prozent, zumindest relativ gesehen, besser da als viele andere Bereiche. In der aktuellen Marktphase beweisen diese Bereiche, zumindest bislang, erneut ihre Resilienz. Aber auch der Telekommunikationssektor, Versorger und Versicherungsunternehmen stehen relativ gut da, weil sie über einen festen Kundenstamm mit meist lang laufenden Verträgen verfügen.

Generell setzen wir bei Unternehmen weiterhin auf Kriterien wie Preissetzungsmacht und eine starke Marktposition beziehungsweise die Fähigkeit, die Margen zu halten. Einzelne Anlagechancen sehen wir auch bei festverzinslichen Wertpapieren mit derzeit hohen Renditeniveaus. Wer das Risiko im Portfolio generell möglichst reduzieren möchte, für den eignen sich defensive Aktien, eine höhere Cashquote, gegebenenfalls eine höhere Anleihenquote oder eine Goldbeimischung. Vollständig auszusteigen kann im schlimmsten Fall sehr teuer werden. Denn: Die Börse klingelt weder zum Ausstieg noch zum Wiedereinstieg.

WAS IST NUN BESONDERS ZU BEACHTEN?

Kommt eine Rezession? Diese Gleichung hat einige Unbekannte, zu denen maßgeblich das zukünftige Verhalten der US-Notenbank gehört. Sie steht innenpolitisch angesichts der hohen Inflation unter Druck. Sollte die amerikanische Notenbank ihre aktuelle Zinspolitik fortsetzen, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession also hoch, denn die geplanten weiteren Zinserhöhungen könnten die Wirtschaft abrupt ausbremsen.

Diese zinspolitische Bremse kombiniert mit hoher Inflation und den derzeitigen geopolitischen Risiken macht es Anlegerinnen und Anlegern nicht gerade leicht. Bei Aktien und Unternehmensanleihen kommt es auf gut geprüfte Auswahl an: Beispielsweise bieten Unternehmen aus den USA aktuell mehr Chancen als der europäische Markt, der auch stärker unter dem Krieg in der Ukraine leidet. Den Markt und die entsprechenden Wirtschaftsindikatoren genau im Blick halten und sich flexibel anpassen – daran führt jedenfalls kein Weg vorbei.

Über den Autor:

Thorsten Schrieber ist Vorstand bei DJE Kapital. Er verantwortet die Bereiche Vertrieb, Sales Support sowie Marketing und PR. Bei Credit Suisse Asset Management, Zürich Investmentgesellschaft und Fidelity Brokerage Services war er zuvor jeweils für den Vertrieb zuständig.

Quelle: DJE Kapital AG

Denn, wie sagte der Börsenaltmeister Andre Kostolany früher schon?
„WER AKTIEN NICHT HAT, WENN SIE FALLEN, DER HAT SIE AUCH NICHT, WENN SIE STEIGEN!“

Mit besten Grüßen

ppa. Herbert Diem

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USt-IdNr.: DE283760354
Geschäftsführer: Alexander Baumgartner, Michael Inninger und Andreas Witzany

Bei diesem Dokument handelt es sich um eine Kundeninformation im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes, diese Kundeninformation (KI) richtet sich an natürliche und juristische Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt bzw. Sitz in Deutschland und wird ausschließlich zu Informationszwecken eingesetzt. Diese Information kann eine individuelle anlage- und anlegergerechte Beratung nicht ersetzen und begründet weder einen Vertrag noch irgendeine anderweitige Verpflichtung oder stellt ein irgendwie geartetes Vertragsangebot dar. Ferner stellen die Inhalte weder eine Anlageberatung, eine individuelle Anlageempfehlung, eine Einladung zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Willenserklärung oder Aufforderung zum Vertragsschluss über ein Geschäft in Finanzinstrumenten dar. Auch wurde sie nicht mit der Absicht verfasst, einen rechtlichen oder steuerlichen Rat zu geben. Die steuerliche Behandlung von Transaktionen ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und evtl. künftigen Änderungen unterworfen. Die individuellen Verhältnisse des Empfängers (u.a. die wirtschaftliche und finanzielle Situation) wurden im Rahmen der Erstellung der „KI“ nicht berücksichtigt.

Eine Anlage in Finanzinstrumente beinhaltet gewisse produktspezifische Risiken – z.B. Markt- oder Branchenrisiken, das Währungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiko – und ist nicht für alle Anleger geeignet. Daher sollten mögliche Interessenten eine Investitionsentscheidung erst nach einem ausführlichen Anlageberatungsgespräch durch einen registrierten Anlageberater und nach Konsultation aller zur Verfügung stehenden Informationsquellen treffen. Empfehlungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile über zukünftiges Geschehen dar, sie können sich daher bzgl. der zukünftigen Entwicklung eines Produkts als unzutreffend erweisen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser Kundeninformation, eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann nicht übernommen werden, da teilweise Inhalte eines Dritten wiedergegeben werden. Der vorstehende Inhalt gibt ausschließlich die Meinungen des Verfassers wieder, eine Änderung dieser Meinung ist jederzeit möglich, ohne dass es publiziert wird. Die vorliegende Information ist urheberrechtlich geschützt, jede Vervielfältigung und die gewerbliche Verwendung sind nicht gestattet.