ZWEI BAYERISCHE STOCKPICKER
INVESTIEREN ABSEITS DER MASSE
Sehr geehrte Damen und Herren,
wer heute einen Blick auf die globalen Aktienindizes wirft, erkennt schnell eine außergewöhnliche Konzentration. Der US Aktienmarkt dominiert die weltweiten Indizes wie selten zuvor. Im Zentrum stehen wenige, hoch bewertete Technologieunternehmen, die stark von der Euphorie rund um künstliche Intelligenz profitiert haben. Passive Indexprodukte verstärken diese Entwicklung zusätzlich: Viele Anleger kaufen nicht mehr einzelne Unternehmen, sondern einfach den Index. Dadurch fließt immer mehr Kapital automatisch in jene Aktien, die bereits am größten und teuersten sind.
Für langfristig orientierte Anleger stellt sich deshalb eine einfache, aber wichtige Frage: Entstehen attraktive Renditen künftig weiterhin vor allem in den bekannten Indexschwergewichten oder eher dort, wo der Markt derzeit weniger genau hinsieht?

Genau hier setzt der Chatrier Value Fund an. Johannes Heimeldinger und Thomas Kleber verfolgen einen aktiven Bottom up Ansatz, bei dem nicht die Gewichtung eines Index im Vordergrund steht, sondern die fundamentale Analyse einzelner Unternehmen. Auch ein sehr gutes Unternehmen ist nur dann ein gutes Investment, wenn der Börsenpreis genügend Sicherheitsmarge zum langfristigen inneren Wert bietet. Nach dem Grundsatz „Im Einkauf liegt der Gewinn“ soll bereits der Kaufpreis einen wesentlichen Teil des Risikomanagements übernehmen.

Eine Strategie aus der Region, international etabliert
Beide Portfoliomanager kommen aus dem Landkreis Altötting und kennen sich seit ihrer Schulzeit. Aus dem regelmäßigen Austausch über Unternehmen, Kapitalmärkte und das Investieren entstand über die Jahre eine eigenständige Aktienstrategie, die laufend verfeinert wurde und sich heute deutlich vom breiten Markt unterscheidet.
Thomas Kleber verantwortete den Aktienbereich der US Muttergesellschaft der Pecora Gruppe und etablierte die Value Strategie im US Markt sowie insbesondere bei institutionellen Investoren in Lateinamerika. Heute wird der Ansatz über Fonds und Managed Account Lösungen umgesetzt und ist für Investoren weltweit zugänglich. Daraus entwickelte sich eine fokussierte Value Strategie, die gezielt nach unterbewerteten Small und Mid Caps abseits der großen Indexgewichte sucht.
Der nächste Schritt war die Öffnung für den europäischen Markt. Mit der Pecora Capital Deutschland GmbH und der Pecora Capital GmbH in Liechtenstein entstand die europäische Plattform für den Chatrier Value Fund. Über den liechtensteinischen UCITS Fonds ist die Strategie heute auch für Anleger in Deutschland und Europa zugänglich, in verschiedenen Anteilsklassen und bereits ab einem Anteilsschein. Damit ist ein zunächst international aufgebauter Value Ansatz heute auch dort investierbar, wo die Geschichte der beiden Portfoliomanager begonnen hat: vor Ort in Oberbayern.
Der regionale Bezug bleibt dabei erhalten. Das deutsche Büro der Pecora Capital Deutschland GmbH befindet sich im Bräu im Moos in Tüßling, einer Brauerei unweit von Altötting und nahe Schloss Tüßling. Dort entstehen immer wieder Investmentideen für Unternehmen, deren DNA man aus der Region kennt: eigentümergeprägt, ohne Schulden, spezialisiert und über viele Jahre in einer Nische gewachsen. Viele solcher Unternehmen sind im bayerischen Mittelstand privat gehalten und für Anleger nicht direkt investierbar. Der Chatrier Value Fund sucht ähnliche Merkmale weltweit an den Aktienmärkten: bei familiengeführten Weltmarktführern, Hidden Champions und Spezialisten, die vom Markt zeitweise fehlbewertet oder übersehen werden.
Value Investing beginnt beim Einkauf
Dieser Grundsatz führt direkt in den Investmentprozess. Die Portfoliomanager orientieren sich an den Prinzipien klassischer Value Investoren. Ziel ist es, Unternehmen mit hoher Substanzqualität, solider Finanzierung und wachsender Ertragskraft zu identifizieren, die der Markt zeitweise deutlich unter ihrem inneren Wert bewertet.
Dabei geht es nicht darum, einfach optisch günstige Aktien zu kaufen. Der Fonds sucht Unternehmen, bei denen der Markt die langfristige Ertragskraft, die Substanz oder die Marktstellung unterschätzt. Häufig sind das Firmen, die zwischenzeitlich in eine Krise geraten, deren Geschäftsmodell aber intakt ist und deren finanzielle Stabilität genügend Schutz bietet.
Kleber und Heimeldinger kaufen meist nicht dort, wo die Börse bereits euphorisch ist, sondern dort, wo Erwartungen niedrig und Bewertungen attraktiv sind. Diese Preissensibilität ist der Kern des Ansatzes. Qualität ist wichtig, aber nicht um jeden Preis.
Eigentümer denken langfristiger
Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie sind eigentümergeführte und familiengeführte Unternehmen. Unternehmerfamilien oder Gründer, die weiterhin maßgeblich am Unternehmen beteiligt sind, handeln häufig mit einem längeren Zeithorizont als angestellte Manager. Für den Chatrier Value Fund sind solche Strukturen besonders interessant, weil sie oft mit konservativer Finanzierung, disziplinierter Kapitalallokation und einem klaren Fokus auf nachhaltige Wertschaffung verbunden sind.
Das Portfolio unterscheidet sich dadurch deutlich von klassischen Weltaktienindizes. Es enthält Unternehmen aus Branchen, die weniger im Zentrum der täglichen Börsendebatte stehen: Agrar, Verpackung, Spezialchemie, Transport, Rohstoffe, Konsumgüter, Industrie und Nischenmärkte. Beispiele aus dem aktuellen oder früheren Portfolio reichen von Krones (Abfülltechnik) über Fuchs (Schmierstoffe), Cal Maine Foods (Eier), Seaboard (Agrar), Groupe Guillin (Verpackung) und TFF Group (Eichenfässer) bis zu HAL Trust (Beteiligungen). Die Gemeinsamkeit liegt nicht in einer Branche, sondern in der Art des Unternehmens: nachvollziehbare Geschäftsmodelle, starke Marktpositionen, reale Vermögenswerte und eine Bewertung, die aus Sicht der Portfoliomanager nicht den langfristigen Wert widerspiegelt.

Qualität allein reicht nicht
Selbst das beste Unternehmen ist kein gutes Investment, wenn der Preis zu hoch ist. Deshalb richtet sich der Blick der Portfoliomanager besonders auf Small und Mid Caps, auf Nischenmärkte und auf Unternehmen, die vorübergehend unpopulär geworden sind. Entscheidend ist, ob Geschäftsmodell, Finanzierung und langfristige Ertragskraft intakt bleiben und die Aktie mit einem ausreichenden Abschlag zum inneren Wert gehandelt wird.
Gerade in einer Zeit, in der viele Anleger fast ausschließlich über künstliche Intelligenz, Mega Caps und Indexgewichtungen sprechen, wirkt dieser Ansatz ungewöhnlich. Der Fonds sucht bewusst Unternehmen, deren Werttreiber wenig mit kurzfristiger Technologieeuphorie zu tun haben. Eierproduzenten, Verpackungsspezialisten, Agrarholdings, Schmierstoffhersteller oder Hersteller von Fässern für Wein und Whiskey sind keine typischen Schlagzeilenthemen. Genau darin kann aber ein Vorteil liegen. Wo weniger Kapital hinschaut, entstehen eher Fehlbewertungen.
Ob daraus ein neues Jahrzehnt des Value Investing entsteht, lässt sich nicht sicher sagen. Fest steht jedoch: Ein Umfeld mit höheren Kapitalkosten und größerer Bewertungsdisziplin spricht dafür, dass die sorgfältige Auswahl einzelner Unternehmen wieder an Bedeutung gewinnt.
Was zeigen die Kennzahlen?
Die bisherige Entwicklung ist keine Garantie für die Zukunft. Sie zeigt aber, dass der Ansatz bereits in unterschiedlichen Marktphasen umgesetzt wurde. Besonders sichtbar wurde die Unabhängigkeit im Jahr 2022, als die A EUR Anteilsklasse trotz schwierigem Aktien und Anleihejahr positiv abschneiden konnte. Seit Lancierung bis zum 30. Juni 2026 lag die Wertentwicklung bei +112.12 Prozent beziehungsweise +13.35 Prozent p.a.

Unser Fazit
Der Chatrier Value Fund ist ein aktiver Baustein für Anleger, die nicht nur die großen Indexgewichte kaufen möchten. Der Fonds sucht weltweit nach Unternehmen, die unter ihrem langfristigen Wert gehandelt werden und deren Geschäftsmodelle auch abseits der großen Börsentrends Bestand haben können. Die Besonderheit liegt in der Verbindung aus internationaler Ausrichtung und unternehmerischer Analyse. Eine Strategie, die über die US Muttergesellschaft in den USA und Lateinamerika bei qualifizierten Investoren positioniert wurde, ist heute über die europäische Plattform und den liechtensteinischen UCITS Fonds auch für Anleger in Deutschland zugänglich. Für Anleger, die eine Ergänzung zu klassischen Weltaktienfonds suchen, kann der Chatrier Value Fund deshalb interessant sein. Nicht als Ersatz für den gesamten Aktienmarkt, sondern als bewusst anderer Ansatz: konzentriert, wertorientiert, unternehmerisch geprägt und abseits der großen Börsenmode.
Hinweis
Diese Unterlage dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen dar. Die dargestellten Informationen können sich ändern und ersetzen nicht die Prüfung der jeweils gültigen Verkaufsunterlagen. Anleger sollten vor einer Investition den Verkaufsprospekt, das Basisinformationsblatt sowie die aktuellen Berichte lesen. Investitionen in Aktienfonds sind mit Risiken verbunden, einschließlich möglicher Wertschwankungen und Kapitalverluste.
Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch – melden Sie sich bei uns, wir freuen uns!
Mit besten Grüßen
– ppa. Herbert Diem –
Alleinige Grundlage für den Anteilserwerb sind die jeweils aktuellen Verkaufsunterlagen (Basisinformationsblatt, Verkaufsprospekt, Jahres- und Halbjahresbericht) zum Investmentvermögen. Diese finden Sie kostenlos und in deutscher Sprache auf der folgenden Internetseite: https://chatrier.li/?c=IrtZ4zgGPrUKKHSLPLXNi3Xit56XqtscBD2lYNkIcu0%3D&r=xV77GkF6%2F5wBj1K5Rea%2BlgSAIvJJyU9fw51r%2FWTXdL4%3D#Fondsdokumente. Eine Zusammenfassung Ihrer Anlegerrechte in deutscher Sprache finden Sie in digitaler Form auf folgender Internetseite: https://chatrier.li/wp-content/uploads/2024/02/Chatrier_Value_Fund_Prospekt-UCITS-V_clean_20240701_.pdf. Im Falle etwaiger Rechtsstreitigkeiten finden Sie unter jenem Hyperlink oder im Verkaufsprospekt des Fonds eine Übersicht aller Instrumente, der kollektiven Rechtsdurchsetzung auf nationaler und Unionsebene. Die Verwaltungsgesellschaft des Finanzinstruments kann vorbehaltlich der Einhaltung der anwendbaren gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen beschließen, die für den Vertrieb der Anteile eingerichteten Vertriebsvereinbarungen einzustellen oder den Vertrieb des Finanzinstruments insgesamt zu widerrufen.
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