ZWEI BAYERISCHE STOCKPICKER

INVESTIEREN ABSEITS DER MASSE

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wer heute einen Blick auf die globalen Aktienindizes wirft, erkennt schnell eine außergewöhnliche Konzentration. Der US Aktienmarkt dominiert die weltweiten Indizes wie selten zuvor. Im Zentrum stehen wenige, hoch bewertete Technologieunternehmen, die stark von der Euphorie rund um künstliche Intelligenz profitiert haben. Passive Indexprodukte verstärken diese Entwicklung zusätzlich: Viele Anleger kaufen nicht mehr einzelne Unternehmen, sondern einfach den Index. Dadurch fließt immer mehr Kapital automatisch in jene Aktien, die bereits am größten und teuersten sind.

 

Für langfristig orientierte Anleger stellt sich deshalb eine einfache, aber wichtige Frage: Entstehen attraktive Renditen künftig weiterhin vor allem in den bekannten Indexschwergewichten oder eher dort, wo der Markt derzeit weniger genau hinsieht?

Herbert Diem

Genau hier setzt der Chatrier Value Fund an. Johannes Heimeldinger und Thomas Kleber verfolgen einen aktiven Bottom up Ansatz, bei dem nicht die Gewichtung eines Index im Vordergrund steht, sondern die fundamentale Analyse einzelner Unternehmen. Auch ein sehr gutes Unternehmen ist nur dann ein gutes Investment, wenn der Börsenpreis genügend Sicherheitsmarge zum langfristigen inneren Wert bietet. Nach dem Grundsatz „Im Einkauf liegt der Gewinn“ soll bereits der Kaufpreis einen wesentlichen Teil des Risikomanagements übernehmen.

 

Eine Strategie aus der Region, international etabliert

Beide Portfoliomanager kommen aus dem Landkreis Altötting und kennen sich seit ihrer Schulzeit. Aus dem regelmäßigen Austausch über Unternehmen, Kapitalmärkte und das Investieren entstand über die Jahre eine eigenständige Aktienstrategie, die laufend verfeinert wurde und sich heute deutlich vom breiten Markt unterscheidet.
Thomas Kleber verantwortete den Aktienbereich der US Muttergesellschaft der Pecora Gruppe und etablierte die Value Strategie im US Markt sowie insbesondere bei institutionellen Investoren in Lateinamerika. Heute wird der Ansatz über Fonds und Managed Account Lösungen umgesetzt und ist für Investoren weltweit zugänglich. Daraus entwickelte sich eine fokussierte Value Strategie, die gezielt nach unterbewerteten Small und Mid Caps abseits der großen Indexgewichte sucht.

Der nächste Schritt war die Öffnung für den europäischen Markt. Mit der Pecora Capital Deutschland GmbH und der Pecora Capital GmbH in Liechtenstein entstand die europäische Plattform für den Chatrier Value Fund. Über den liechtensteinischen UCITS Fonds ist die Strategie heute auch für Anleger in Deutschland und Europa zugänglich, in verschiedenen Anteilsklassen und bereits ab einem Anteilsschein. Damit ist ein zunächst international aufgebauter Value Ansatz heute auch dort investierbar, wo die Geschichte der beiden Portfoliomanager begonnen hat: vor Ort in Oberbayern.

Der regionale Bezug bleibt dabei erhalten. Das deutsche Büro der Pecora Capital Deutschland GmbH befindet sich im Bräu im Moos in Tüßling, einer Brauerei unweit von Altötting und nahe Schloss Tüßling. Dort entstehen immer wieder Investmentideen für Unternehmen, deren DNA man aus der Region kennt: eigentümergeprägt, ohne Schulden, spezialisiert und über viele Jahre in einer Nische gewachsen. Viele solcher Unternehmen sind im bayerischen Mittelstand privat gehalten und für Anleger nicht direkt investierbar. Der Chatrier Value Fund sucht ähnliche Merkmale weltweit an den Aktienmärkten: bei familiengeführten Weltmarktführern, Hidden Champions und Spezialisten, die vom Markt zeitweise fehlbewertet oder übersehen werden.

Value Investing beginnt beim Einkauf

Dieser Grundsatz führt direkt in den Investmentprozess. Die Portfoliomanager orientieren sich an den Prinzipien klassischer Value Investoren. Ziel ist es, Unternehmen mit hoher Substanzqualität, solider Finanzierung und wachsender Ertragskraft zu identifizieren, die der Markt zeitweise deutlich unter ihrem inneren Wert bewertet.

Dabei geht es nicht darum, einfach optisch günstige Aktien zu kaufen. Der Fonds sucht Unternehmen, bei denen der Markt die langfristige Ertragskraft, die Substanz oder die Marktstellung unterschätzt. Häufig sind das Firmen, die zwischenzeitlich in eine Krise geraten, deren Geschäftsmodell aber intakt ist und deren finanzielle Stabilität genügend Schutz bietet.
Kleber und Heimeldinger kaufen meist nicht dort, wo die Börse bereits euphorisch ist, sondern dort, wo Erwartungen niedrig und Bewertungen attraktiv sind. Diese Preissensibilität ist der Kern des Ansatzes. Qualität ist wichtig, aber nicht um jeden Preis.

Eigentümer denken langfristiger

Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie sind eigentümergeführte und familiengeführte Unternehmen. Unternehmerfamilien oder Gründer, die weiterhin maßgeblich am Unternehmen beteiligt sind, handeln häufig mit einem längeren Zeithorizont als angestellte Manager. Für den Chatrier Value Fund sind solche Strukturen besonders interessant, weil sie oft mit konservativer Finanzierung, disziplinierter Kapitalallokation und einem klaren Fokus auf nachhaltige Wertschaffung verbunden sind.

Das Portfolio unterscheidet sich dadurch deutlich von klassischen Weltaktienindizes. Es enthält Unternehmen aus Branchen, die weniger im Zentrum der täglichen Börsendebatte stehen: Agrar, Verpackung, Spezialchemie, Transport, Rohstoffe, Konsumgüter, Industrie und Nischenmärkte. Beispiele aus dem aktuellen oder früheren Portfolio reichen von Krones (Abfülltechnik) über Fuchs (Schmierstoffe), Cal Maine Foods (Eier), Seaboard (Agrar), Groupe Guillin (Verpackung) und TFF Group (Eichenfässer) bis zu HAL Trust (Beteiligungen). Die Gemeinsamkeit liegt nicht in einer Branche, sondern in der Art des Unternehmens: nachvollziehbare Geschäftsmodelle, starke Marktpositionen, reale Vermögenswerte und eine Bewertung, die aus Sicht der Portfoliomanager nicht den langfristigen Wert widerspiegelt.

 

 

Qualität allein reicht nicht

Selbst das beste Unternehmen ist kein gutes Investment, wenn der Preis zu hoch ist. Deshalb richtet sich der Blick der Portfoliomanager besonders auf Small und Mid Caps, auf Nischenmärkte und auf Unternehmen, die vorübergehend unpopulär geworden sind. Entscheidend ist, ob Geschäftsmodell, Finanzierung und langfristige Ertragskraft intakt bleiben und die Aktie mit einem ausreichenden Abschlag zum inneren Wert gehandelt wird.
Gerade in einer Zeit, in der viele Anleger fast ausschließlich über künstliche Intelligenz, Mega Caps und Indexgewichtungen sprechen, wirkt dieser Ansatz ungewöhnlich. Der Fonds sucht bewusst Unternehmen, deren Werttreiber wenig mit kurzfristiger Technologieeuphorie zu tun haben. Eierproduzenten, Verpackungsspezialisten, Agrarholdings, Schmierstoffhersteller oder Hersteller von Fässern für Wein und Whiskey sind keine typischen Schlagzeilenthemen. Genau darin kann aber ein Vorteil liegen. Wo weniger Kapital hinschaut, entstehen eher Fehlbewertungen.

Ob daraus ein neues Jahrzehnt des Value Investing entsteht, lässt sich nicht sicher sagen. Fest steht jedoch: Ein Umfeld mit höheren Kapitalkosten und größerer Bewertungsdisziplin spricht dafür, dass die sorgfältige Auswahl einzelner Unternehmen wieder an Bedeutung gewinnt.

Was zeigen die Kennzahlen?

Die bisherige Entwicklung ist keine Garantie für die Zukunft. Sie zeigt aber, dass der Ansatz bereits in unterschiedlichen Marktphasen umgesetzt wurde. Besonders sichtbar wurde die Unabhängigkeit im Jahr 2022, als die A EUR Anteilsklasse trotz schwierigem Aktien und Anleihejahr positiv abschneiden konnte. Seit Lancierung bis zum 30. Juni 2026 lag die Wertentwicklung bei +112.12 Prozent beziehungsweise +13.35 Prozent p.a.

 

Unser Fazit

Der Chatrier Value Fund ist ein aktiver Baustein für Anleger, die nicht nur die großen Indexgewichte kaufen möchten. Der Fonds sucht weltweit nach Unternehmen, die unter ihrem langfristigen Wert gehandelt werden und deren Geschäftsmodelle auch abseits der großen Börsentrends Bestand haben können. Die Besonderheit liegt in der Verbindung aus internationaler Ausrichtung und unternehmerischer Analyse. Eine Strategie, die über die US Muttergesellschaft in den USA und Lateinamerika bei qualifizierten Investoren positioniert wurde, ist heute über die europäische Plattform und den liechtensteinischen UCITS Fonds auch für Anleger in Deutschland zugänglich. Für Anleger, die eine Ergänzung zu klassischen Weltaktienfonds suchen, kann der Chatrier Value Fund deshalb interessant sein. Nicht als Ersatz für den gesamten Aktienmarkt, sondern als bewusst anderer Ansatz: konzentriert, wertorientiert, unternehmerisch geprägt und abseits der großen Börsenmode.

Hinweis

Diese Unterlage dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen dar. Die dargestellten Informationen können sich ändern und ersetzen nicht die Prüfung der jeweils gültigen Verkaufsunterlagen. Anleger sollten vor einer Investition den Verkaufsprospekt, das Basisinformationsblatt sowie die aktuellen Berichte lesen. Investitionen in Aktienfonds sind mit Risiken verbunden, einschließlich möglicher Wertschwankungen und Kapitalverluste.

 

Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch – melden Sie sich bei uns, wir freuen uns!

Mit besten Grüßen

– ppa. Herbert Diem –

 

Alleinige Grundlage für den Anteilserwerb sind die jeweils aktuellen Verkaufsunterlagen (Basisinformationsblatt, Verkaufsprospekt, Jahres- und Halbjahresbericht) zum Investmentvermögen. Diese finden Sie kostenlos und in deutscher Sprache auf der folgenden Internetseite: https://chatrier.li/?c=IrtZ4zgGPrUKKHSLPLXNi3Xit56XqtscBD2lYNkIcu0%3D&r=xV77GkF6%2F5wBj1K5Rea%2BlgSAIvJJyU9fw51r%2FWTXdL4%3D#Fondsdokumente. Eine Zusammenfassung Ihrer Anlegerrechte in deutscher Sprache finden Sie in digitaler Form auf folgender Internetseite: https://chatrier.li/wp-content/uploads/2024/02/Chatrier_Value_Fund_Prospekt-UCITS-V_clean_20240701_.pdf. Im Falle etwaiger Rechtsstreitigkeiten finden Sie unter jenem Hyperlink oder im Verkaufsprospekt des Fonds eine Übersicht aller Instrumente, der kollektiven Rechtsdurchsetzung auf nationaler und Unionsebene. Die Verwaltungsgesellschaft des Finanzinstruments kann vorbehaltlich der Einhaltung der anwendbaren gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen beschließen, die für den Vertrieb der Anteile eingerichteten Vertriebsvereinbarungen einzustellen oder den Vertrieb des Finanzinstruments insgesamt zu widerrufen.

Hinweis: Diese Unterlage dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen dar. Die dargestellten Informationen können sich ändern und ersetzen nicht die Prüfung der jeweils gültigen Verkaufsunterlagen. Anleger sollten vor einer Investition den Verkaufsprospekt, das Basisinformationsblatt sowie die aktuellen Berichte lesen. Investitionen in Aktienfonds sind mit Risiken verbunden, einschließlich möglicher Wertschwankungen und Kapitalverluste.

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Geschäftsführer: Alexander Baumgartner, Michael Inninger und Andreas Witzany

GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG handelnd als vertraglich gebundener Vermittler (§ 3 Abs. 2 WpIG) im Auftrag, im Namen, für Rechnung und unter der Haftung des verantwortlichen Haftungsträgers BN & Partners Capital AG, Steinstraße 33, 50374 Erftstadt. Die BN & Partners Capital AG besitzt für die Erbringung der Anlageberatung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG und der Anlagevermittlung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG eine entsprechende Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemäß § 15 WpIG.

Rechtliche Hinweise:

Marketinginformation. Enthaltene Informationen richten sich an natürliche und juristische Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt/Sitz in Deutschland und werden ausschließlich zu Informationszwecken eingesetzt.

Diese Marketinginformation kann eine individuelle anlage- und anlegergerechte Beratung nicht ersetzen und begründet weder einen Vertrag noch irgendeine anderweitige Verpflichtung. Ferner stellen die Inhalte weder eine Anlageberatung, eine individuelle Anlageempfehlung, eine Einladung zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Willenserklärung oder Aufforderung zum Vertragsschluss über ein Geschäft in Finanzinstrumenten dar. Auch wurde sie nicht mit der Absicht verfasst, einen rechtlichen oder steuerlichen Rat zu geben. Die steuerliche Behandlung von Transaktionen ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und evtl. künftigen Änderungen unterworfen. Die individuellen Verhältnisse des Empfängers (u.a. die wirtschaftliche und finanzielle Situation) wurden im Rahmen der Erstellung der vorliegenden Informationen nicht berücksichtigt. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Empfehlungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile über zukünftiges Geschehen dar, sie können sich daher bzgl. der zukünftigen Entwicklung eines Produkts als unzutreffend erweisen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser Marketinginformation, eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann nicht übernommen werden. Eine Anlage in erwähnte Finanzinstrumente/Anlagestrategie/Wertpapierdienstleistungen beinhaltet gewisse produktspezifische Risiken – z.B.  Markt- oder Branchenrisiken, das Währungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiko – und ist nicht für alle Anleger geeignet. Daher sollten mögliche Interessenten eine Investitionsentscheidung erst nach einem ausführlichen Anlageberatungsgespräch durch einen registrierten Anlageberater und nach Konsultation aller zur Verfügung stehenden Informationsquellen treffen. Der vorstehende Inhalt gibt ausschließlich die Meinungen des Verfassers wieder, eine Änderung dieser Meinung ist jederzeit möglich, ohne dass es publiziert wird. Jede Vervielfältigung und die gewerbliche Verwendung dieser Marketinginformation sind nicht gestattet. Herausgeber: GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG

Inflationsschutz und reale Renditen
75 Jahre Kapitalmarkt im Vergleich

 

wer spart, verliert – zumindest real.

Keine Anlageklasse bietet vollständigen Schutz.

Angefügten Beitrag von Herrn Thomas Romig möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Herbert Diem

Multi-Asset-Spezialist Thomas Romig

75 Jahre Kapitalmarkt: Warum Nicht-Investieren langfristig das größte Risiko ist

Thomas Romig | 31.03.2026

 

„Die einzige wirkliche Konstante über die Jahrzehnte ist der reale Verlust durch `NICHT-INVESTIEREN`.“

Der am häufigsten geäußerte Neujahresvorsatz für 2026 in Deutschland lautet: „Mehr Geld sparen“. Das zeigt einerseits, dass viele Deutsche gewillt sind, sich finanziell krisensicher aufzustellen und nicht allein auf das marode Rentensystem zu bauen. Es zeigt aber auch den Hang zur deutschen Sparbuchkultur, in der das Ersparte vermeintlich sicher, aber nur gering verzinst angelegt wird. Tatsächlich werden laut Bundesbank 35 – 40 Prozent des finanziellen Gesamtvermögens der deutschen Haushalte als Bargeld bzw. gering verzinste Einlagen gehalten. Im Jahr 2025 waren das stattliche 3,5 Billionen Euro.

Abbildung 1 verdeutlicht die Folgen dieser Anlageentscheidung. Sie zeigt den realen Kaufkraftverlust in den vergangenen 75 Jahren, wenn 1.000 Euro in heutiger Rechnung jeweils zehn Jahre als Bargeld gehalten, also nicht investiert und verzinst wurden. Zum Beispiel waren 1.000 Euro, die 2015 verdient wurden, im Jahr 2025 nur noch rund 780 Euro wert. Besonders dramatisch war der Kaufkraftverlust in den 1970er Jahren. Hier verloren 1.000 Euro mehr als ein Drittel ihrer ursprünglichen Kaufkraft. Grund hierfür ist die Inflation, die nicht- oder gering verzinstes Vermögen schleichend aufzehrt. Besser als „Mehr Geld sparen“ wäre daher der Vorsatz: „Mehr Vermögen aufbauen“.
Abbildung 1: Kaufkraftverlust durch Inflation

 

Realer Wert von 1.000 Euro nach zehn Jahren, x-Achse zeigt das jeweilige Startjahr

 

Wie könnte ein nachhaltiger Vermögensaufbau aussehen? Ein Blick auf die historischen Entwicklungen verschiedener Anlageklassen in Deutschland seit 1950 kann eine Orientierung geben. Tabelle 1 zeigt die durchschnittlichen realen Renditen pro Jahr (p. a.) für Aktien der größten deutschen Unternehmen, Staatsanleihen, Gold, Immobilien und Bargeld für die Jahre 1950 bis 2025. Bis 2015 wurde ein Anlagezeitraum von zehn Jahren betrachtet, für die jüngeren Startjahre – mangels vollständiger Zeiträume – entsprechend kürzere Horizonte. Man erkennt, dass die meisten Anlageklassen, mit Ausnahme des Bargelds, in der Vergangenheit einen guten Inflationsschutz boten. Allerdings hatten das makroökonomische Umfeld, Spekulationsblasen und die Zentralbankpolitik einen wichtigen Einfluss auf die Renditen.
Tabelle 1: Durchschnittliche reale Renditen verschiedener Anlageklassen p.a. in Deutschland von 1950 bis 2025

 

Reale Renditen p.a. = geometrisches Mittel der inflationsbereinigten Gesamtrenditen über den jeweiligen Zeitraum

 

75 Jahre Kapitalmarkt in Deutschland

In den 1950er Jahren sorgten Wiederaufbau und Wirtschaftswunder für außergewöhnlich hohe Aktienrenditen, während Anleihen moderat zulegten. Die 1960er brachten Vollbeschäftigung, wachsenden Außenhandel und insgesamt ruhigere Märkte mit soliden, aber niedrigeren realen Erträgen, während Immobilien von einer starken Nachfrage profitierten. In den 1970ern beendeten Ölkrise und Stagflation den Nachkriegsboom: Aktien verloren real (aber immer noch weniger als Bargeld), Gold entwickelte sich nach dem Ende des Goldstandards 1971 zum klaren Gewinner, und Bargeld erlitt durch Inflationsraten von durchschnittlich 5 Prozent massive Kaufkraftverluste.

Die 1980er standen im Zeichen der Inflationsbekämpfung und einer stabilitätsorientierten Bundesbank. In diesem Umfeld lieferten Aktien und Anleihen wieder attraktive reale Renditen, während Gold und Immobilien aufgrund der höheren Zinsen enttäuschten.

In den 1990ern prägten Wiedervereinigung, europäische Integration und sinkende Inflation die deutschen Kapitalmärkte, mit sehr guten Ergebnissen für Aktien und Anleihen. Die 2000er Jahre verliefen dagegen turbulent: Dotcom-Blase und Finanzkrise belasteten Aktien, während Anleihen und Gold von Krisenängsten profitierten. Dieses Jahrzehnt war das einzige, der hier betrachteten Zeiträume, in dem Aktien eine schlechtere Verzinsung lieferten als Bargeld.

In den 2010ern führten Niedrig- und Negativzinsen aufgrund massiver Zentralbankinterventionen zu kräftig steigenden Vermögenspreisen, insbesondere bei Immobilien und Aktien, während Bargeld trotz niedriger Inflation real verlor. Die 2020er Jahre schließlich zeigten mit Pandemie, Inflationsschock und Zinswende, wie teuer „Nicht-Investieren“ sein kann: Aktien und besonders Gold boten Inflationsschutz, während Anleihen und Bargeld deutlich negative Renditen aufwiesen. Immobilienpreise gerieten in diesem Zeitraum durch höhere Zinsen ebenfalls unter Druck.

Diese Auswertung liefert lediglich eine Momentaufnahme von 75 Jahren Kapitalmarktgeschichte in Deutschland. Die gewählten Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkte stellen – analog zu den Neujahresvorsätzen – nur eine mögliche Perspektive dar, und auch das berücksichtigte Anlagespektrum bildet die Realität nur ausschnittsweise ab. Dennoch zeigt die Übersicht, dass das wirtschaftliche Umfeld in der Vergangenheit maßgeblichen Einfluss hatte, in welchem Zeitraum welche Anlageklasse besonders gut abschnitt und welche enttäuschte. Je nachdem, ob Wachstum, Inflation, Krisen oder steigende bzw. fallende Zinsen dominierten, wechselten die „Gewinner“ regelmäßig – mal Aktien, mal Immobilien, mal Gold. Auch deutsche Staatsanleihen galten lange als verlässlicher Stabilitätsanker im Portfolio und lieferten in vielen Phasen solide reale Erträge. Erst in jüngerer Zeit gerieten sie unter Druck, zunächst durch sehr niedrige Leitzinsen und anschließend durch den Inflationsschub und die schnelle Zinswende. Die einzige wirkliche Konstante über die Jahrzehnte ist der reale Verlust durch „Nicht-Investieren“.

Für Kapitalmarktanleger als Konsequenz: Allokation neu denken
Damit wird die Schwäche der Sparbuchkultur offensichtlich. Um Vermögen wertsteigernd anzulegen, müssen gewisse Risiken in Kauf genommen werden. Der Schritt vom Sparen zum Vermögensaufbau bedeutet aber nicht, alles auf eine Karte zu setzen. Gerade, weil einzelne Anlageklassen je nach Inflationsumfeld, Zinsniveau und Konjunktur sehr unterschiedlich reagieren, ist eine breite Diversifikation über verschiedene Anlageklassen hinweg sinnvoll. So können Klumpenrisiken reduziert und Schwankungen im Gesamtportfolio geglättet werden. Gleichzeitig gehören Risiken untrennbar dazu: Kurse schwanken, in Stressphasen können Märkte zeitweise gemeinsam fallen, und zwischenzeitliche Verluste sind Teil des Preises für langfristigen Vermögensaufbau.

Der historische Vergleich macht aber deutlich, dass Kaufkraft langfristig durch Investieren erhalten und ausgebaut wird. Multi Asset-Ansätze tragen diesem Befund Rechnung, indem sie unterschiedliche Renditequellen kombinieren und so das Portfolio widerstandsfähiger gegenüber wechselnden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gestalten.

ÜBER DEN AUTOR

T H O M A S  R O M I G

ist Geschäftsführer bei Assenagon Asset Management. Er verwaltet dort den Bereich Multi Asset Portfoliomanagement. Zuvor war er unter anderem Leiter Multi Asset Management bei Union Investment. Der gelernte Bankkaufmann und Diplom-Kaufmann begann seine Karriere im Asset-Management 1997 bei ADIG Investment und war zuvor ab 1990 im Bankbereich unter anderem für die Deutsche Bank, Commerzbank und Consors tätig. Berufsbegleitend erlangte er die Titel DVFA-Investmentanalyst (CEFA) und Hedge-Fonds-Advisor (EBS/BAI).

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– ppa. Herbert Diem –

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GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG handelnd als vertraglich gebundener Vermittler (§ 3 Abs. 2 WpIG) im Auftrag, im Namen, für Rechnung und unter der Haftung des verantwortlichen Haftungsträgers BN & Partners Capital AG, Steinstraße 33, 50374 Erftstadt. Die BN & Partners Capital AG besitzt für die Erbringung der Anlageberatung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG und der Anlagevermittlung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG eine entsprechende Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemäß § 15 WpIG.

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250 Jahre „Wohlstand der Nationen“ von Adam Smith: Der Markt schafft Wohlstand. Wenn man ihn lässt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

in diesem Jahr feiern wir ein besonderes Jubiläum: 250 Jahre „Der Wohlstand der Nationen“ von Adam Smith. Ein Werk, das bis heute für Fortschritt, Freiheit und die Kraft menschlicher Kooperation steht.

Smiths Denken war von einem bemerkenswerten Optimismus geprägt. Er war überzeugt von dem Guten in der Marktwirtschaft. Gerade heute lohnt sich dieser optimistische Blick nach vorn. Frei nach Willy Brandt fordern wir: „Mehr Adam Smith wagen!“

Erschienen 1776, also vor rund 250 Jahren, gilt „Der Wohlstand der Nationen“ nach wie vor als einer der einflussreichsten Texte der Neuzeit, als Geburtsstunde der modernen Volkswirtschaftslehre. Adam Smith (1723-1790) hat hier zentrale Konzepte der Ökonomie wie etwa die Theorie des freien Marktes oder der Arbeitsteilung entscheidend geprägt. »Die unsichtbare Hand« wurde zum geflügelten Wort. Noch im selben Jahr erschien eine Übersetzung ins Deutsche. Sie stammte von Johann Friedrich Schiller, einem Cousin Friedrich Schillers.

Herbert Diem

Dazu nachfolgen zwei Beiträge. Einmal der Artikel:

250 Jahre „Wohlstand der Nationen“ von Adam Smith: Der Markt schafft Wohlstand. Wenn man ihn lässt.

Wir danken für die Verfügungstellung  durch die Ludwig-Erhard-Stiftung e.V.
geschrieben von Prof. Dr. Roland Koch | 6. März 2026 •  Quellenangabe: Ludwig-Erhard-Stiftung e.V.

Vor 250 Jahren spaziert ein schottischer Gelehrter durch eine Manufaktur nahe Glasgow. Fasziniert beobachtet er Arbeiter, die unablässig Drähte ziehen, zuschneiden, spitzen und Köpfe anbringen. Die Männer stellen Stecknadeln her – in erstaunlicher Geschwindigkeit. In seinem am 9. März 1776 in London erscheinenden Buch erklärt der schottische Moralphilosoph Adam Smith am Beispiel einer Nadelfabrik, dass ein einzelner ungelernter Arbeiter pro Tag vielleicht 20 Nadeln fertigen könne, während zehn spezialisierte Arbeiter zusammen 48.000 Nadeln am Tag herstellen. Diese Szene, fast anekdotenhaft, veranschaulicht das revolutionäre Prinzip der Arbeitsteilung, mit dem Smith die erste industrielle Revolution und den beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg der kommenden Jahrhunderte gedanklich untermauert.

Mit dem Erscheinen seines zweibändigen Werkes „An inquiry into the nature and causes of the wealth of nations“ 1776, in deutsch kurz „Der Wohlstand der Nationen“ – im selben Jahr wie die amerikanische Unabhängigkeitserklärung – beginnt eine neue Ära wirtschaftlichen Denkens. Seit dieser Zeit diskutiert die Welt der Ökonomen ebenso wie die Welt der Politik über die gewaltigen Kräfte des Marktes und die „unsichtbare Hand“, die so viel klüger und erfolgreicher steuern kann als jede staatliche Planung. Ein zentrales Element dieser Erfolgsgeschichte ist die Nutzung des menschlichen Eigennutzes. Adam Smith schrieb: „Es ist nicht die „Menschenfreundlichkeit“ des Metzgers, Brauers oder Bäckers, die uns unser Abendessen sichert, sondern ihr eigenes Interesse.“

Zeiten beeindruckenden Wachstums und großer Herausforderungen

Diese Erkenntnisse prägen unser wirtschaftliches Denken bis heute. Aus den Kräften des Marktes entsteht Wohlstand, dennoch finden sich immer wieder Protagonisten, die diese Erfahrung in Frage stellen wollen. Tatsächlich aber setzte mit der industriellen Revolution ab 1750 eine Phase anhaltenden Wirtschaftswachstums ein, durchschnittlich rund 1,5 Prozent pro Jahr und damit eine Vervielfachung der Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung innerhalb von 250 Jahren. Nie zuvor waren Lebensstandard und Produktion so rasant gestiegen. So verdoppelte sich das Welt-Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Industriezeitalter alle etwa 50 Jahre. Der materielle Wohlstand wuchs entsprechend. Auch die Armut ging langfristig dramatisch zurück. Lebten um 1820 noch geschätzt über 90 Prozent der Weltbevölkerung in extremer Armut, so waren es 2015 weniger als zehn Prozent. Möglicherweise ist gerade die Beseitigung von Armut die größte aller Leistungen des modernen Kapitalismus.

Allerdings hatte der zunächst ungezügelte Kapitalismus jener Zeit auch seine Schattenseiten. Monopole und Kartelle entstanden, die den Wettbewerb verzerrten. Fabrikarbeit war oft geprägt von Ausbeutung, Kinderarbeit und fehlenden Arbeitnehmerrechten. Der Mythos der „unsichtbaren Hand“ schien alles zu rechtfertigen, weil ein freier Markt automatisch Gutes bewirke. Besonnene Liberale begannen daher, über die „andere Hand“ nachzudenken – die „fordernde“ oder „sichtbare Hand“ des Staates, die den Markt rahmt und zähmt, damit Freiheit nicht in Widerstand umschlägt. Adam Smith selbst hatte diese Spannung analysiert: In „The Theory of Moral Sentiments“ (1759) betonte er, dass Märkte nur dann dem Gemeinwohl dienen, wenn sie auf Vertrauen, Fairness und moralischen Normen gründen – und warnte ausdrücklich vor Monopolen, Kaufmannsinteressen und staatlicher Vereinnahmung. Auch die deutsche Historische Schule, mit ihrer sozialethischen Analyse des Wirtschaftslebens, trug diesen Gedanken auf ihre Weise weiter – und beeinflusste damit ihrerseits das Ordnungsdenken auch in Deutschland.

 

Die ordoliberale Wende

1938 fand in Paris das einflussreiche Kolloquium Walter Lippmann statt. Dieses Treffen liberaler Denker – darunter deutsche Ökonomen wie Wilhelm Röpke, Alexander Rüstow und Walter Eucken – suchte nach einem Weg, den Liberalismus zu erneuern und vom kompromisslosen Manchester-Kapitalismus abzusetzen. Auf dieser Konferenz fiel erstmals der Begriff „Neoliberalismus“ in seinem ursprünglichen Sinne, als neuer Liberalismus mit ordnenden Prinzipien. Diese Ideen legten den Grundstein für die ordoliberale Denkschule im deutschsprachigen Raum, die eine „freie“ Marktwirtschaft mit klaren Ordnungsrahmen verbinden wollte.

Ludwig Erhard und die Soziale Marktwirtschaft: Ordnung und Freiheit

Es ist einer der Glücksfälle der deutschen Geschichte, dass die ordoliberalen Ideen nach 1945 politische Wirklichkeit wurden. Ludwig Erhard, ein wirtschaftsliberaler Denker und Nachkriegs-Wirtschaftsminister, verkörperte mit seiner Politik der Sozialen Marktwirtschaft diese Synthese aus Markt und sozialer Verantwortung. Beraten von Ordoliberalen wie Walter Eucken und Alfred Müller-Armack, verkündete Erhard 1948 nach der Währungsreform das Ende der Zwangsbewirtschaftung und den Übergang zur freien Marktwirtschaft. Seine mutige Entscheidung, Preiskontrollen über Nacht aufzuheben, ließ binnen Tagen die zuvor leeren Läden Westdeutschlands sich wieder füllen. Binnen sechs Monaten stieg das Pro-Kopf-Einkommen in den Westzonen von 50 auf 80 Prozent des Vorkriegsniveaus. Diese rasche Erholung markierte den Beginn des sogenannten Wirtschaftswunders.

Der Staat setzt den Rahmen für die Marktwirtschaft, vom Schutz des Eigentums über Vertragsrechte bis zu unabhängiger Justiz und Geldwertstabilität. Eine aktive Ordnungspolitik – wie im Ordoliberalismus gefordert – korrigiert Marktversagen und garantiert, dass der Wettbewerb fair und dem Gemeinwohl verpflichtet bleibt.

Der Wettbewerb der Systeme ist nicht zu Ende

Heute erleben wir einen neuen, womöglich härteren Systemwettbewerb als jemals zuvor. Das bislang so erfolgreiche westliche Modell sieht sich herausgefordert von autoritärem Staatskapitalismus, allen voran durch die Großmacht China. Peking will demonstrieren, dass Kapitalismus auch ohne Demokratie funktioniert. Unter Einparteienherrschaft kombiniert China Marktdynamik mit strenger staatlicher Lenkung – wirtschaftlicher Erfolg ohne politische Freiheit. Plötzlich steht die Frage im Raum, ob westliche Werte wie individuelle Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit im 21. Jahrhundert global noch unangefochten bleiben.

Unsichtbare und fordernde Hand: Ein optimistischer Ausblick

Trotz aller Herausforderungen bleibt Adam Smiths Erbe eine zentrale Grundlage für das Zusammenspiel von Marktwirtschaft und Demokratie. Seine Ideen haben sich als erstaunlich tragfähig erwiesen, gerade weil sie im Kern auf das Potenzial des Menschen zur Freiheit und Selbstverantwortung setzen. In Deutschland und Europa hat diese Balance einen Namen: Soziale Marktwirtschaft.

Die Lektion aus 250 Jahren Kapitalismus lautet, dass wir die Vorteile einer möglichst freien Marktwirtschaft – Wettbewerb, Innovation, Effizienz – mit den Prinzipien der Demokratie versöhnen können. Das erfordert permanente Anpassung an neue Herausforderungen, sei es durch kluge Regulierung im Digitalzeitalter, durch globale Absprachen für fairen Handel oder durch neue Antworten auf den Klimawandel und die soziale Ungleichheit.

Trotz mancher Krisen sehe ich die Zukunft optimistisch. Die Werte Freiheit und Teilhabe, die Smiths Denken durchzogen, haben Demokratien wirtschaftlich stark gemacht. Sie sind auch künftig unsere besten Verbündeten. Wenn Eigeninteresse und Gemeinwohl, Markt und Staat im richtigen Gleichgewicht stehen, dann gilt auch heute noch, was Ludwig Erhard so pointiert, formulierte: „Je freier eine Wirtschaft ist, desto sozialer ist sie.“

Mit dieser Überzeugung kann die unsichtbare Hand des Marktes – flankiert von der fordernden Hand einer klugen Ordnungspolitik – auch die nächsten 250 Jahre im Dienst von Wohlstand und Demokratie wirken. Ich wünschte mir, unsere gesamte Regierung würde diesen Optimismus teilen.

Und zum Zweiten ein YouTube-Beitrag aus dem Hause Flossbach von Storch Research Institute.
Dialog/Interview Dr. Marius Kleinheyer – Dr. Thomas Mayer

https://www.youtube.com/watch?v=B_GlqrBsQ0E

Viel Spaß beim Lesen und Schauen.

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Rechtliche Hinweise:

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Diese Marketinginformation kann eine individuelle anlage- und anlegergerechte Beratung nicht ersetzen und begründet weder einen Vertrag noch irgendeine anderweitige Verpflichtung. Ferner stellen die Inhalte weder eine Anlageberatung, eine individuelle Anlageempfehlung, eine Einladung zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Willenserklärung oder Aufforderung zum Vertragsschluss über ein Geschäft in Finanzinstrumenten dar. Auch wurde sie nicht mit der Absicht verfasst, einen rechtlichen oder steuerlichen Rat zu geben. Die steuerliche Behandlung von Transaktionen ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und evtl. künftigen Änderungen unterworfen. Die individuellen Verhältnisse des Empfängers (u.a. die wirtschaftliche und finanzielle Situation) wurden im Rahmen der Erstellung der vorliegenden Informationen nicht berücksichtigt. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Empfehlungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile über zukünftiges Geschehen dar, sie können sich daher bzgl. der zukünftigen Entwicklung eines Produkts als unzutreffend erweisen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser Marketinginformation, eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann nicht übernommen werden. Eine Anlage in erwähnte Finanzinstrumente/Anlagestrategie/Wertpapierdienstleistungen beinhaltet gewisse produktspezifische Risiken – z.B.  Markt- oder Branchenrisiken, das Währungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiko – und ist nicht für alle Anleger geeignet. Daher sollten mögliche Interessenten eine Investitionsentscheidung erst nach einem ausführlichen Anlageberatungsgespräch durch einen registrierten Anlageberater und nach Konsultation aller zur Verfügung stehenden Informationsquellen treffen. Der vorstehende Inhalt gibt ausschließlich die Meinungen des Verfassers wieder, eine Änderung dieser Meinung ist jederzeit möglich, ohne dass es publiziert wird. Jede Vervielfältigung und die gewerbliche Verwendung dieser Marketinginformation sind nicht gestattet. Herausgeber: GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG

Spicken ist Pflicht.

Sehr geehrte Damen und Herren,

inspiriert wurde ich bei der Überschrift durch ein Kreativbuch aus dem Jahre 2009 „Spinnen ist Pflicht“.

Nur dort, wo Spinner am Werk sind, wo quer und vernetzt gedacht und gehandelt werden darf, entsteht Neues.

Und die Kreativität ist erlaubtes „Spicken“. Wer kennt das „Spicken“ nicht aus seiner Schulzeit. Damals wie heute nicht gestattet. Aber für unsere neue Anlageidee eine legale Vorgehensweise. Hier werden die Aktienideen der erfolgreichsten Anleger „abgekupfert“. Legal deswegen, weil diese Anlageideen durch die US-Börsenaufsicht – kurz SEC – gemeldet werden. Nachfolgend stelle ich Ihnen gerne den Vates Aktien USA Fonds vor.

Uns gefällt diese Strategie sehr gut. Der Ansatz findet bei Investoren immer mehr Anklang. Natürlich besteht der Fonds erst seit Oktober 2022 und das ist noch kein belastbarer Zeitraum. Dieses Produkt setzt sich vom vorhandenen „Einheitsbrei“ (ETF auf S&P + Dow Jones) erfrischend ab.

Vates Aktien USA – Auf den Spuren der besten US-Stockpicker

Der Vates Aktien USA hebt sich durch seinen einzigartigen Investmentansatz hervor und zählt seit seiner Auflage im Oktober 2022 zu den innovativsten US-Aktienfonds. Der Fonds bietet einen exklusiven Zugang zu den besten Stockpickern der USA. Mit einer Kombination aus datengetriebener Analyse und der Expertise von US-Top-Investoren erzielte dieser in den letzten 3 Jahren eine beeindruckende Performance von 87,1 % und ein Fondsvolumen von rund 350 Millionen Euro. (Stand: 28.02.2026, EUR-I)

Herbert Diem

Performance seit Auflage

 

Quelle: LOYS AG
Auflagedatum des Fonds: 12.10.2022
Die Angaben zur Wertentwicklung des Fonds basieren auf der BVI-Methode. Frühere Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung. Der Anteilspreis kann jederzeit steigen oder fallen.

 

Ein Investmentansatz der Spitzenklasse
Das Besondere am Vates Aktien USA ist sein Follower-Investmentansatz. Fondsmanager Maik Komoss nutzt die kollektive Intelligenz der erfolgreichsten Stockpicker in den USA – darunter Hedgefonds, Family Offices und spezialisierte Vermögensverwalter. Fondsmanager in den USA sind gesetzlich verpflichtet, ihre Aktienbestände vierteljährlich bei der SEC US-Börsenaufsichtsbehörde offenzulegen (bekannt als 13F-Daten).

Diese Daten bilden die Grundlage für den Investmentprozess:

  1. Analyse der Top-Investoren: Basierend auf SEC-Daten, firmeneigenen Datenbanken und Reportings identifiziert das Vates-Team rund 60 der erfolgreichsten US-Investoren.
  2. Selektion der besten Aktienideen: Schnittmengen dieser Top-Portfolios dienen als Quelle für die besten Aktienideen. Mithilfe empirischer Modelle und der Expertise von Vates wird ein konzentriertes Portfolio von etwa 50 Einzeltiteln zusammengestellt. Hierbei stehen Unternehmen im Fokus, die außergewöhnliches Wachstumspotenzial bieten, aber oft abseits gängiger Benchmarks stehen.

Quelle: LOYS AG

Top-Performance durch gezielte Selektion

Der Vates Aktien USA investiert ausschließlich in Aktien, die an US-Börsen gelistet sind – dem größten und liquidesten Aktienmarkt der Welt. Im Unterschied zu vielen herkömmlichen Fonds legt diese Strategie weniger Gewicht auf die „Magnificent Seven“ und setzt stattdessen auf Unternehmen, die Diversifikation und Stabilität bieten.

Das kompakte Portfolio überzeugte zum 28. Februar 2026 mit einer Konzentration von 32 % in den Top-10-Aktien. Mit Top-Titeln wie Teva Pharmaceuticals, Progressive Corporation und CVS Health zeigt der Fonds, dass außergewöhnliche Renditen auch abseits bekannter Pfade möglich sind.

An wen richtet sich der Fonds?

Der Vates Aktien USA bietet echte Diversifikation – jenseits der Tech-Riesen. Durch den bewussten Verzicht auf eine übermäßige Gewichtung großer Technologiewerte und den Fokus auf chancenreiche Aktien aus der zweiten und dritten Reihe fungiert der Fonds als idealer Diversifikator. Er bietet Anlegern Stabilität und Zugang zu einzigartigen Investmentmöglichkeiten mit langfristigem Wachstumspotenzial.

Mit dem Vates Aktien USA entscheiden Sie sich für ein Portfolio, das die Intelligenz der besten US-Investoren nutzt, sich bewusst von der Masse abhebt und neue Wege im US-Aktienmarkt eröffnet.

Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch – melden Sie sich bei uns, wir freuen uns!

Mit besten Grüßen

– ppa. Herbert Diem –

GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG,
Im Schloßpark Gern 2, D-84307 Eggenfelden, Deutschland
Register-/Amtsgericht Landshut HRA 10531
Komplementärin: GAH-Finanzkontor Verwaltungs GmbH
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USt-IdNr.: DE283760354
Geschäftsführer: Alexander Baumgartner, Michael Inninger und Andreas Witzany

GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG handelnd als vertraglich gebundener Vermittler (§ 3 Abs. 2 WpIG) im Auftrag, im Namen, für Rechnung und unter der Haftung des verantwortlichen Haftungsträgers BN & Partners Capital AG, Steinstraße 33, 50374 Erftstadt. Die BN & Partners Capital AG besitzt für die Erbringung der Anlageberatung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG und der Anlagevermittlung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG eine entsprechende Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemäß § 15 WpIG.

Rechtliche Hinweise:

Marketinginformation. Enthaltene Informationen richten sich an natürliche und juristische Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt/Sitz in Deutschland und werden ausschließlich zu Informationszwecken eingesetzt.

Diese Marketinginformation kann eine individuelle anlage- und anlegergerechte Beratung nicht ersetzen und begründet weder einen Vertrag noch irgendeine anderweitige Verpflichtung. Ferner stellen die Inhalte weder eine Anlageberatung, eine individuelle Anlageempfehlung, eine Einladung zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Willenserklärung oder Aufforderung zum Vertragsschluss über ein Geschäft in Finanzinstrumenten dar. Auch wurde sie nicht mit der Absicht verfasst, einen rechtlichen oder steuerlichen Rat zu geben. Die steuerliche Behandlung von Transaktionen ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und evtl. künftigen Änderungen unterworfen. Die individuellen Verhältnisse des Empfängers (u.a. die wirtschaftliche und finanzielle Situation) wurden im Rahmen der Erstellung der vorliegenden Informationen nicht berücksichtigt. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Empfehlungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile über zukünftiges Geschehen dar, sie können sich daher bzgl. der zukünftigen Entwicklung eines Produkts als unzutreffend erweisen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser Marketinginformation, eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann nicht übernommen werden. Eine Anlage in erwähnte Finanzinstrumente/Anlagestrategie/Wertpapierdienstleistungen beinhaltet gewisse produktspezifische Risiken – z.B.  Markt- oder Branchenrisiken, das Währungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiko – und ist nicht für alle Anleger geeignet. Daher sollten mögliche Interessenten eine Investitionsentscheidung erst nach einem ausführlichen Anlageberatungsgespräch durch einen registrierten Anlageberater und nach Konsultation aller zur Verfügung stehenden Informationsquellen treffen. Der vorstehende Inhalt gibt ausschließlich die Meinungen des Verfassers wieder, eine Änderung dieser Meinung ist jederzeit möglich, ohne dass es publiziert wird. Jede Vervielfältigung und die gewerbliche Verwendung dieser Marketinginformation sind nicht gestattet. Herausgeber: GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG

ALTERSVORSORGE IST KEINE VERWALTUNGSFRAGE MEHR. SIE IST EINE PERSÖNLICHE UNTERNEHMERISCHE ENTSCHEIDUNG, EINE INVESTITION.

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Risiko der Langlebigkeit  – eine neue Herausforderung in der Altersvorsorge – haben wir Ihnen mit unserem letzten Börsenupdate #1/26 bereits erläutert.

Hier nochmal das Video.

Private Vorsorge wird unverzichtbar, da die gesetzliche Rente allein nicht mehr ausreichen wird.

 

Einer unserer Lösungsvorschläge für eine Investition (französisch: Investissement)  ist der CARMIGNAC INVESTISSEMENT. Aufgelegt im Januar 1989 verfügt der Fonds seither über eine erfolgreiche Kapitalmarkthistorie. Sie sehen auch die Outperformance gegenüber dem MSCI AC World in unten aufgeführtem Chart.

Die nachstehenden werblichen Informationen bieten Ihnen einen näheren Blick auf die Anlagestrategie, auf Chancen und Risiken sowie auf die bisherige Wertentwicklung dieses Fonds. Die Informationen beruhen auf Angaben der jeweiligen Fondsgesellschaft und sind dieser zuzurechnen. Gerne prüfen wir im persönlichen Gespräch, ob der Fonds unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Anlageziele, Ihres Zeithorizonts sowie Ihrer Risikobereitschaft als Ergänzung innerhalb Ihrer bestehenden Vermögensstruktur in Betracht kommen kann.

Herbert Diem

CARMIGNAC INVESTISSEMENT: EINE GLOBALE KERNSTRATEGIE FÜR AKTIEN, DIE EIN ENGAGEMENT IN UNTERNEHMEN MIT EINEM LANGFRISTIGEN WACHSTUMSPROFIL BIETET

Seit seiner Auflegung im Jahr 1989 hat der Carmignac Investissement seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, unabhängig von den Marktentwicklungen langfristige  Wachstumschancen zu identifizieren. Mehr als 36 Jahre später ist diese Anlagephilosophie unverändert geblieben. Der Fonds investiert weltweit in Unternehmen, die durch Innovation, Technologie und/oder ein einzigartiges Produktangebot Wert schaffen, ohne dabei die Rentabilität aus den Augen zu verlieren. Unter Berücksichtigung dieser Kriterien bauen wir ein ausgewogenes Portfolio auf, das sich nicht auf einen bestimmten Anlagestil beschränkt und einen flexiblen Ansatz in Bezug auf Sektoren und Regionen verfolgt. Der Fonds verfolgt einen nachhaltigen Anlageansatz.

 

EIN TALENTIERTER FONDSMANAGER MIT BEEINDRUCKENDER ERFOLGSBILANZ

  • Über 18 Jahre Erfahrung in der Auswahl von Aktien aus Schwellenländern, Europa und der ganzen Welt
  • Experte im Technologiesektor
  • Der Fondsmanager legt besonderen Wert auf Innovation und die Identifizierung von Unternehmen, die einen Mehrwert bieten

Kristofer Barrett
Head of Global Equities
Fondsmanager

 

DER LANGFRISTIGE REIZ VON AKTIEN: KLEIN ANFANGEN, INVESTIERT BLEIBEN UND DIE ZEIT IHRE WIRKUNG ENTFALTEN LASSEN

Wir glauben, dass globale Aktienfonds wie der Carmignac Investissement ein geeignetes Instrument für die Anlage regelmäßiger Beträge (Sparplan) darstellen, da sie in der Vergangenheit langfristig deutlich höhere Realrenditen als andere Anlageklassen erzielt haben.

Durch globale Investitionen erschließen sich Anleger ein breites Spektrum an Chancen – über Regionen, Sektoren und Innovationszyklen hinweg – und reduzieren so die Abhängigkeit von einzelnen Volkswirtschaften. Sie können strukturelle Wachstumstrends überall dort nutzen, wo sie entstehen. Diese Diversifizierung trägt zu gleichmäßigeren Renditeentwicklungen im Zeitverlauf bei und erhöht die Stabilität der Ausschüttungsstrategie. Letztendlich bieten globale Aktien genau das, was langfristige, planmäßige Zahlungen am meisten erfordern: einen stetig wachsenden Strom potenzieller Renditen, der Inflation standhält und vom globalen Wirtschaftswachstum profitiert.

PERFORMANCE SEIT AUFLEGUNG

26.01.1989 – 31.12.2025

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Garantie für die zukünftige Wertentwicklung. Die hier dargestellte Performance des Fonds beinhaltet alle jährlich auf Fondsebene anfallenden Kosten.

Quelle: Carmignac, 31.12.2025. (1) Kumulierte Wertentwicklungen, Basis 100 vom 26.01.1989. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine Rückschlüsse auf die künftige Wertentwicklung zu. Sie versteht sich abzüglich von Gebühren (ausgenommen sind eventuelle Ausgabeaufschläge der Vertriebsstelle).
(2) Referenzindikator: MSCI AC WORLD NR (USD) (mit Wiederanlage der Nettodividenden).

 

AUSBLICK

Wir gehen davon aus, dass das makroökonomische Umfeld weiterhin günstig für Aktien bleibt, da die Zentralbanken ihre expansive Geldpolitik beibehalten und für 2026 ein beschleunigtes US-Wachstum erwartet wird. Die Gewinnaussichten für das nächste Jahr sind vielversprechend, und obwohl die Bewertungen der US-Indizes hoch sind, deuten sie nicht zwangsläufig auf eine unmittelbar bevorstehende Korrektur hin. Die Aufmerksamkeit richtet sich weiterhin auf die Realzinsen und die Trends bei KI-Investitionen; beides ist zwar stabil, sollte aber weiterhin beobachtet werden.

Das Portfolio konzentriert sich auf Unternehmen, die strukturelles Potenzial mit soliden Fundamentaldaten verbinden und dabei auf Wachstum und Qualität sowie taktische Chancen setzen. Aktuell bevorzugen wir innerhalb des derzeit sehr relevanten Themas Künstliche Intelligenz attraktiv bewertete KI-bezogene Unternehmen, Branchenführer in Bereichen wie Elektrifizierung und Luftfahrt sowie Finanzinstitute mit robusten Bilanzen.

Insgesamt verfolgt das Portfolio eine ausgewogene Strategie mit Fokus auf geografische Diversifikation, disziplinierter Bewertung und profitablen Unternehmen. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die aktuelle Marktdynamik zu nutzen und gleichzeitig die Risiken eines übermäßigen Optimismus zu minimieren.

 

Performance nach Kalenderjahren

Carmignac Investissement A EUR Acc

ISIN: FR0010148981

Empfohlene Mindestanlagedauer: 5 Jahre

Risikoskala*:  4/7

SFDR-Klassifizierung**: Artikel 8

*Die Definition der Risikoskala finden Sie im KID/BIB (Basisinformationsblatt). Das Risiko 1 ist nicht eine risikolose Investition. Dieser Indikator kann sich im Laufe der Zeit verändern. **Die Offenlegungsverordnung (Sustainable Finance Disclosure Regulation – SFDR) 2019/2088 ist eine europäische Verordnung, die Vermögensverwalter dazu verpflichtet, ihre Fonds u. a. als solche zu klassifizieren: „Artikel 8“ – Förderung ökologischer und sozialer Eigenschaften; „Artikel 9“ – Investitionen mit messbaren Zielen nachhaltig machen; bzw. „Artikel 6“ – keine unbedingten Nachhaltigkeitsziele. Weitere Informationen finden Sie unter: https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2019/2088/oj?locale=de.

Hauptrisiken des Fonds

Aktienrisiko: Änderungen des Preises von Aktien können sich auf die Performance des Fonds auswirken, deren Umfang von externen Faktoren, Handelsvolumen sowie der Marktkapitalisierung abhängt. Währungsrisiko: Das Währungsrisiko ist mit dem Engagement in einer Währung verbunden, die nicht die Bewertungswährung des Fonds ist. Risiko in Verbindung mit der Verwaltung mit Ermessensspielraum: Die von der Verwaltungsgesellschaft vorweggenommene Entwicklung der Finanzmärkte wirkt sich direkt auf die Performance des Fonds aus, die von den ausgewählten Titeln abhängt.
Der Fonds ist mit einem Kapitalverlustrisiko verbunden.

Kosten

Einstiegskosten: 4.00% des Betrags, den Sie beim Einstieg in diese Anlage zahlen. Dies ist der Höchstbetrag, der Ihnen berechnet wird. Carmignac Gestion erhebt keine Eintrittsgebühr. Die Person, die Ihnen das Produkt verkauft, teilt Ihnen die tatsächliche Gebühr mit.

Ausstiegskosten: Wir berechnen keine Ausstiegsgebühr für dieses Produkt.

Verwaltungsgebühren und sonstige Verwaltungs- oder Betriebskosten: 1,50% des Werts Ihrer Anlage pro Jahr. Hierbei handelt es sich um eine Schätzung auf der Grundlage der tatsächlichen Kosten des letzten Jahres.

Erfolgsgebühren: 20,00% Anteil an der Outperformance, wenn die Wertentwicklung die Wertentwicklung des Referenzindikators seit Jahresbeginn übertrifft und keine Underperformance in der Vergangenheit ausgeglichen werden muss. Der tatsächliche Betrag hängt davon ab, wie gut sich Ihre Anlage entwickelt. Die vorstehende Schätzung der kumulierten Kosten enthält den Durchschnitt der letzten fünf Jahre bzw. seit der Auflegung des Produkts, wenn diese vor weniger als fünf Jahren erfolgte.

Transaktionskosten: 1,30% des Werts Ihrer Anlage pro Jahr. Hierbei handelt es sich um eine Schätzung der Kosten, die anfallen, wenn wir die Basiswerte für das Produkt kaufen oder verkaufen. Der tatsächliche Betrag hängt davon ab, wie viel wir kaufen und verkaufen.

Marketing-Anzeige. Bitte lesen Sie den KID /Prospekt bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen.

Diese Unterlagen dürfen ohne die vorherige Genehmigung der Verwaltungsgesellschaft weder ganz noch in Auszügen reproduziert werden. Diese Unterlagen stellen weder ein Zeichnungsangebot noch eine Anlageberatung dar. Diese Unterlagen stellen keine buchhalterische, rechtliche oder steuerliche Beratung dar und sollten nicht als solche herangezogen werden. Diese Unterlagen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und dürfen nicht zur Beurteilung der Vorzüge einer Anlage in Wertpapieren oder Anteilen, die in diesen Unterlagen genannt werden, oder zu anderen Zwecken herangezogen werden. Die in diesen Unterlagen enthaltenen Informationen können unvollständig sein und ohne vorherige Mitteilung geändert werden. Sie entsprechen dem Stand der Informationen zum Erstellungsdatum der Unterlagen, stammen aus internen sowie externen, von Carmignac als zuverlässig erachteten Quellen und sind unter Umständen unvollständig. Darüber hinaus besteht keine Garantie für die Richtigkeit dieser Informationen. Dementsprechend wird die Richtigkeit und Zuverlässigkeit dieser Informationen nicht gewährleistet und jegliche Haftung im Zusammenhang mit Fehlern und Auslassungen (einschließlich der Haftung gegenüber Personen aufgrund von Nachlässigkeit) wird von Carmignac, dessen Niederlassungen, Mitarbeitern und Vertretern abgelehnt.​

Wertentwicklungen der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf zukünftige Wertverläufe zu. Wertentwicklung nach Gebühren (keine Berücksichtigung von Ausgabeaufschlägen die durch die Vertriebsstelle erhoben werden können)​. Die Rendite von Anteilen, die nicht gegen das Währungsrisiko abgesichert sind, kann infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen.​

Die Bezugnahme auf bestimmte Werte oder Finanzinstrumente dient als Beispiel, um bestimmte Werte, die in den Portfolios der Carmignac-Fondspalette enthalten sind bzw. waren, vorzustellen. Hierdurch soll keine Werbung für eine Direktanlage in diesen Instrumenten gemacht werden, und es handelt sich nicht um eine Anlageberatung. Die Verwaltungsgesellschaft unterliegt nicht dem Verbot einer Durchführung von Transaktionen in diesen Instrumenten vor Veröffentlichung der Mitteilung. Die Portfolios der Carmignac-Fondspalette können ohne Vorankündigung geändert werden.​

Der Verweis auf ein Ranking oder eine Auszeichnung, ist keine Garantie für die zukünftigen Ergebnisse des OGAW oder des Managers.​ Risiko Skala von KID (Basisinformationsblatt). Das Risiko 1 ist nicht eine risikolose Investition. Dieser Indikator kann sich im Laufe der Zeit verändern.​ Die empfohlene Anlagedauer stellt eine Mindestanlagedauer dar und keine Empfehlung, die Anlage am Ende dieses Zeitraums zu verkaufen.​

Bei der Entscheidung, in den beworbenen Fonds zu investieren, alle Eigenschaften oder Ziele des beworbenen Fonds berücksichtigt werden sollten, wie sie in seinem Prospekt oder in den Informationen beschrieben sind. Der Zugang zu den Fonds kann für bestimmte Personen oder Länder Einschränkungen unterliegen. Diese Unterlagen sind nicht für Personen in Ländern bestimmt, in denen die Unterlagen oder die Bereitstellung dieser Unterlagen (aufgrund der Nationalität oder des Wohnsitzes dieser Person oder aus anderen Gründen) verboten sind. Personen, für die solche Verbote gelten, dürfen nicht auf diese Unterlagen zugreifen. Die Besteuerung ist von den jeweiligen Umständen der betreffenden Person abhängig. Die Fonds sind in Asien, Japan und Nordamerika nicht zum Vertrieb an Privatanleger registriert und sind nicht in Südamerika registriert. Carmignac-Fonds sind in Singapur als eingeschränkte ausländische Fonds registriert (nur für professionelle Anleger). Die Fonds wurden nicht gemäß dem „US Securities Act“ von 1933 registriert. Gemäß der Definition der US-amerikanischen Verordnung „US Regulation S“ und FATCA dürfen die Fonds weder direkt noch indirekt zugunsten oder im Namen einer „US-Person“ angeboten oder verkauft werden. Die Risiken, Gebühren und laufenden Kosten sind in den wesentlichen Anlegerinformationen (Basisinformationsblatt, KID) beschrieben. Die wesentlichen Anlegerinformationen müssen dem Zeichner vor der Zeichnung ausgehändigt werden. Der Zeichner muss die wesentlichen Anlegerinformationen lesen. Anleger können einen teilweisen oder vollständigen Verlust ihres Kapitals erleiden, da das Kapital der Fonds nicht garantiert ist. Die Fonds sind mit dem Risiko eines Kapitalverlusts verbunden. Die Verwaltungsgesellschaft kann den Vertrieb in Ihrem Land jederzeit einstellen. Bei den Fonds handelt es sich um Investmentfonds in der Form von vertraglich geregeltem Gesamthandseigentum (FCP), die der OGAW-Richtlinie nach französischem Recht entsprechen. ​

Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch.

Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage unter www.gah-finanzkontor.de.

Mit besten Grüßen

– ppa. Herbert Diem –

GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG,
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Diese Marketinginformation kann eine individuelle anlage- und anlegergerechte Beratung nicht ersetzen und begründet weder einen Vertrag noch irgendeine anderweitige Verpflichtung. Ferner stellen die Inhalte weder eine Anlageberatung, eine individuelle Anlageempfehlung, eine Einladung zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Willenserklärung oder Aufforderung zum Vertragsschluss über ein Geschäft in Finanzinstrumenten dar. Auch wurde sie nicht mit der Absicht verfasst, einen rechtlichen oder steuerlichen Rat zu geben. Die steuerliche Behandlung von Transaktionen ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und evtl. künftigen Änderungen unterworfen. Die individuellen Verhältnisse des Empfängers (u.a. die wirtschaftliche und finanzielle Situation) wurden im Rahmen der Erstellung der vorliegenden Informationen nicht berücksichtigt. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Empfehlungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile über zukünftiges Geschehen dar, sie können sich daher bzgl. der zukünftigen Entwicklung eines Produkts als unzutreffend erweisen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser Marketinginformation, eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann nicht übernommen werden. Eine Anlage in erwähnte Finanzinstrumente/Anlagestrategie/Wertpapierdienstleistungen beinhaltet gewisse produktspezifische Risiken – z.B.  Markt- oder Branchenrisiken, das Währungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiko – und ist nicht für alle Anleger geeignet. Daher sollten mögliche Interessenten eine Investitionsentscheidung erst nach einem ausführlichen Anlageberatungsgespräch durch einen registrierten Anlageberater und nach Konsultation aller zur Verfügung stehenden Informationsquellen treffen. Der vorstehende Inhalt gibt ausschließlich die Meinungen des Verfassers wieder, eine Änderung dieser Meinung ist jederzeit möglich, ohne dass es publiziert wird. Jede Vervielfältigung und die gewerbliche Verwendung dieser Marketinginformation sind nicht gestattet. Herausgeber: GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG

LANGLEBIGKEIT – eine neue Herausforderung in der Altersvorsorge

Sehr geehrte Damen und Herren,

In den letzten Jahren ging es hin und her, wie das Thema Altersvorsorgeideen durch unsere jeweilige Bundesregierung geplant war.

Im nachfolgenden Mediathek-Beitrag „Die Rentenkramerin“ mit Helmut Schleich wird das Thema kurz und humoristisch zusammengefasst.

Sehen Sie sich das Video hier gerne an, es ist empfehlenswert.

 

Tiefer ins Detail geht nachfolgender Kommentar von Sven Ebert vom 24.11.2025. Sven Ebert ist Senior Research Analyst beim Flossbach von Storch RESEARCH INSTITUTE.

Ehemals tätig am Karlsruher Institut für Technologie und beim Rückversicherer SCOR. Promovierter Mathematiker und Aktuar DAV. Lehrbeauftragter an der Technischen Hochschule Köln und an der Deutschen Aktuar-Akademie.

Der Kommentar wurde uns freundlicherweise vom Flossbach von Storch RESEARCH INSTITUTE zur Verfügung gestellt, wofür wir uns herzlich bedanken.

 

Zusammenfassung
Die steigende Lebenserwartung stellt die Altersvorsorge vor neue Herausforderungen. Private Vorsorge wird unverzichtbar, da die gesetzliche Rente allein nicht mehr ausreichen wird. Um langfristig ausreichende Erträge zu erzielen, führt kein Weg daran vorbei, Kapitalmarktrisiken einzugehen. Eine breite Diversifikation hilft, einzelne Fehleinschätzungen abzufedern. In der Rentenphase kommt es darauf an, die eigene Langlebigkeit finanziell abzusichern – und dennoch weiter am Kapitalmarkt investiert zu bleiben, um die Kaufkraft der Ersparnisse zu erhalten.

Herbert Diem

1. Ein längeres Leben erfordert mehr Rendite

Seit dem Zweiten Weltkrieg ist die Lebenserwartung für Menschen im Rentenalter um 50 % gestiegen. Ein 65-jähriger Deutscher darf heute auf 25 weitere Lebensjahre hoffen. Da die Geburtenraten niedrig und die Finanzierungsmöglichkeiten durch Schulden und Beitragserhöhungen begrenzt sind, wird die gesetzliche Umlage diese Langlebigkeit nicht allein versichern können. Dazu schränken Inflation und niedrige reale Renditen die Möglichkeiten für die kapitalgedeckte Altersvorsorge ein, da sie den Zinseszinseffekt schwächen. Eine Verzinsung von jährlich vier Prozent liefert über 25 Jahre rund 60 Prozent mehr Rendite als eine Verzinsung von zwei Prozent. Und eine lebenslange Rente fällt bei vier Prozent Zinsen um rund 20 Prozent höher aus als bei einer Verzinsung von nur zwei Prozent. Deshalb erfordert ein längeres Leben mehr private Vorsorge mit ausreichender Rendite. Junge Menschen brauchen diese, um ausreichend Vermögen fürs Alter aufzubauen. Alte Menschen benötigen sie, damit ihre Ersparnisse finanzielle Unabhängigkeit bis ans Lebensende sichern können.

2. Rendite und Flexibilität sind Trumpf

Die Notwendigkeit privater Vorsorge ist den meisten Deutschen bewusst. Laut einer Studie der Deutschen Bank erwarten rund 80 % der Befragten, dass die gesetzliche Rente künftig nur noch eine Grundsicherung bieten wird. Ebenso viele sind der Ansicht, dass das Rentensystem auf lange Sicht nicht mehr verlässlich funktionieren wird. Vor allem junge Menschen investieren daher zunehmend in Aktien. Laut Deutschem Aktieninstitut besitzen rund 3,7 Millionen Deutsche unter 40 Jahren Aktien. Ihre Zahl hat sich damit in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Dazu schätzen es Sparer, wenn sie auch während der Ansparphase auf ihre Ersparnisse zugreifen können. In Kanada ist staatlich geförderte Vorsorge mit freier Kapitalverwendung deutlich beliebter als solche, bei denen man vor Rentenbeginn nicht über seine Ersparnisse verfügen kann.
Auch in der Rentenphase sind höhere Renditen und Flexibilität Trumpf, wie eine aktuelle Umfrage des Flossbach von Storch Research Institute zeigt. Mehr als die Hälfte der Befragten ist bereit, eine schwankende Rente in Kauf zu nehmen, sofern diese im Gegenzug höhere Renditen bietet. Und nur rund ein Drittel der Befragten würde das bis zum Alter von 65 Jahren privat angesparte Kapital vollständig in eine lebenslange Rente umwandeln. Ein weiteres Drittel bevorzugt eine vollständige Kapitalauszahlung mit 65 Jahren. Das verbleibende Drittel würde eine Kombination aus lebenslanger Rente und Kapital wählen.

3. Sparpläne und fondsgebundene Versicherungen

Fondssparpläne und fondsgebundene Lebensversicherungen erlauben bereits heute höhere Renditen. Die Ersparnisse werden überwiegend am Kapitalmarkt investiert, der langfristig höhere Ertragschancen als ein Sparbuch verspricht. Im Gegenzug haben die Produkte kein festes Renditeversprechen. Zum Ende der Ansparphase einer fondsgebundenen Lebensversicherung – also zu Beginn des Ruhestands – hat der Ruheständler in spe drei Möglichkeiten. Entweder er wandelt das Kapital in eine lebenslange garantierte Rente um oder er lässt sich das Kapital vollständig auszahlen. Oftmals kann auch ein Teil des Vermögens entnommen und der Rest verrentet werden. Fondssparpläne ermöglichen eine flexiblere Gestaltung der eigenen Rentenzahlungen. Mit einem Auszahlplan kann der Ruheständler dem Angesparten regelmäßig einen festen Prozentsatz des Fondsdepots entnehmen. Zusätzlich können jederzeit größere Einmalbeträge abgerufen werden. Eine Garantie, dass die Ersparnisse bis zum Lebensende ausreichen, besteht jedoch nicht.

4. Flexibel mit dem Merton-Share

In seinem Buch „The Missing Billionaires“ beschreibt Victor Haghani eine flexible und renditestarke Kombination bestehender Altersvorsorgeprodukte. Er empfiehlt vor allem auf die „richtige“ Aufteilung der Ersparnisse zu achten, damit einzelne schlechte (Investment-)Entscheidungen den Sparer nicht ruinieren.  Als warnendes Beispiel verweist er auf die Erben von Cornelius Vanderbilt, dem einstmals reichsten Menschen der Welt, die dessen Vermögen innerhalb von 70 Jahren durchbrachten. Haghani schlägt vor, Ersparnisse zu bilden und zwischen einem globalen Aktienportfolio und Anleihen aufzuteilen. Zudem sollen die Anleger den Aktienanteil der persönlichen Risikotoleranz und stets auch der Marktsituation anpassen. Dafür schlägt er den „Merton-Share“ vor, der die erwartete Aktienrendite ins Verhältnis zu ihrer Varianz sowie zur persönlichen Risikoaversion setzt. (1) Der in Aktien investierte Teil des Portfolios verändert sich somit ständig über den Anlagezeitraum. Der Aktienanteil ist damit – anders als in in Life-Cycle-Modellen oder gängigen Faustformeln (2) – vom Alter unabhängig. Im Ruhestand werden die Ersparnisse zu ca. 30 Prozent für eine lebenslange Rente verwendet, welche Altersarmut auch bei einem langen Leben verhindert. Der Rest bleibt angelegt und kann nach Belieben – wann auch immer und für was auch immer – aufgebraucht werden.  Hohe Erträge ermöglichen z.B. eine langersehnte Fernreise oder die finanzielle Unterstützung der Kinder beim Wohnungskauf. Niedrige Renditen am Kapitalmarkt senken die verfügbare „Zusatzrente“, so dass die Kreuzfahrt in diesem Fall ausfallen muss.

5. Eine Gesellschaft von Kapitalanlegern

Angesichts steigender Lebenserwartung ist das klassische Sparbuch für die Altersvorsorge keine gute Option mehr, da die Zinsen unter der Inflationsrate liegen und die Ersparnisse so dahinschmelzen. Wer nicht bis ins hohe Alter arbeiten möchte und trotzdem Rücklagen haben will, muss die Kaufkraft seiner privaten Ersparnisse erhalten, was derzeit nur am Kapitalmarkt möglich ist. Um ein (sehr) langes Leben ohne Angst vor Altersarmut genießen zu können, sollte man früh mit dem privaten kapitalgedeckten Sparen beginnen und bei Renteneintritt einen Teil seiner Ersparnisse in eine lebenslange Rente umwandeln. Für diese Absicherung muss man zwar auf Rendite verzichten, erhält aber eine lebenslange Rentengarantie. Wählt man diese garantierte Rente bescheiden, dann kann ein großer Teil der Ersparnisse auch im Alter am Kapitalmarkt angelegt werden und mehr Kapital zur Erfüllung von persönlichen Wünschen genutzt werden.
Eine breite Beteiligung der Bevölkerung am Kapitalmarkt würde ein gemeinsames Interesse von Gesellschaft und Politik an einer wachstumsfreundlichen Wirtschaftspolitik schaffen. So rückte Donald Trump in den USA auch deshalb im Frühjahr 2025 teilweise wieder von seiner protektionistischen Zollpolitik ab, weil die Aktien- und Anleihekurse einbrachen und damit rund 40 Billionen US-Dollar an privaten amerikanischen Ersparnissen für die Altersvorsorge gefährdet waren. Ein solcher von der Stabilität der Alterssicherung ausgehender Druck hin zu einer wachstumsorientierten Politik besteht in Deutschland bislang nicht.

(1) Merton-Share = Aktienrendite / (Risikoaversion * Varianz der Aktienrendite)
(2) Eine übliche Faustformel lautet „Aktienanteil in Prozent = 100 – aktuelles Lebensalter des Sparers

Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch.

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GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG handelnd als vertraglich gebundener Vermittler (§ 3 Abs. 2 WpIG) im Auftrag, im Namen, für Rechnung und unter der Haftung des verantwortlichen Haftungsträgers BN & Partners Capital AG, Steinstraße 33, 50374 Erftstadt. Die BN & Partners Capital AG besitzt für die Erbringung der Anlageberatung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG und der Anlagevermittlung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG eine entsprechende Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemäß § 15 WpIG.

Rechtliche Hinweise:

Marketinginformation. Enthaltene Informationen richten sich an natürliche und juristische Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt/Sitz in Deutschland und werden ausschließlich zu Informationszwecken eingesetzt.

Diese Marketinginformation kann eine individuelle anlage- und anlegergerechte Beratung nicht ersetzen und begründet weder einen Vertrag noch irgendeine anderweitige Verpflichtung. Ferner stellen die Inhalte weder eine Anlageberatung, eine individuelle Anlageempfehlung, eine Einladung zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Willenserklärung oder Aufforderung zum Vertragsschluss über ein Geschäft in Finanzinstrumenten dar. Auch wurde sie nicht mit der Absicht verfasst, einen rechtlichen oder steuerlichen Rat zu geben. Die steuerliche Behandlung von Transaktionen ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und evtl. künftigen Änderungen unterworfen. Die individuellen Verhältnisse des Empfängers (u.a. die wirtschaftliche und finanzielle Situation) wurden im Rahmen der Erstellung der vorliegenden Informationen nicht berücksichtigt. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Empfehlungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile über zukünftiges Geschehen dar, sie können sich daher bzgl. der zukünftigen Entwicklung eines Produkts als unzutreffend erweisen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser Marketinginformation, eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann nicht übernommen werden. Eine Anlage in erwähnte Finanzinstrumente/Anlagestrategie/Wertpapierdienstleistungen beinhaltet gewisse produktspezifische Risiken – z.B.  Markt- oder Branchenrisiken, das Währungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiko – und ist nicht für alle Anleger geeignet. Daher sollten mögliche Interessenten eine Investitionsentscheidung erst nach einem ausführlichen Anlageberatungsgespräch durch einen registrierten Anlageberater und nach Konsultation aller zur Verfügung stehenden Informationsquellen treffen. Der vorstehende Inhalt gibt ausschließlich die Meinungen des Verfassers wieder, eine Änderung dieser Meinung ist jederzeit möglich, ohne dass es publiziert wird. Jede Vervielfältigung und die gewerbliche Verwendung dieser Marketinginformation sind nicht gestattet. Herausgeber: GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG

Börsenupdate Perspectives: Stressphasen an den Aktienmärkten – Gefahr oder Gelegenheit?

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachfolgender Artikel ist von Herrn Thomas Romig (CIO Multi Asset bei Assenagon) und ist zuerst erschienen am 13. Mai 2025 auf der Webseite der Börsenzeitung.

„Stressphasen an den Aktienmärkten – Gefahr und Gelegenheit?“

Ich finde diesen Artikel absolut empfehlenswert und darf Ihnen diesen mit Erlaubnis von Assenagon zur Verfügung stellen.

Herr Romig ist auch für den Assenagon I Multi Asset Conservative verantwortlich. Diesen konservativen Mischfonds möchten wir Ihnen am Ende des Artikels gerne vorstellen.

Die Historie zeigt: Nach Krisen erholten sich Aktienmärkte stets und erreichten anschließend sogar regelmäßig neue Höchststände.

Geschickte Investitionen während eines Bärenmarkts konnten in der Vergangenheit zu überdurchschnittlichen Renditen führen.

In Zeiten hoher Volatilität und geopolitischen Wandels ist breite Diversifikation entscheidend.

Aktienmärkte durchlaufen immer wieder Phasen erheblicher Belastung und Unsicherheit. In solchen Stressphasen gehen die Kurse stark zurück, die Stimmung schwankt zwischen Angst und Pessimismus. Für viele Anleger scheinen diese Zeiten vor allem eine Gefahr zu sein – die Sorge vor dauerhaften Verlusten dominiert das Handeln. Jüngst sorgte die erratische Zollpolitik der US-Regierung wieder für starke Kursverluste und hohe Volatilität an den Märkten. Doch Börsenkrisen stellen nicht nur Bedrohung für das Vermögen dar, sondern können auch Chancen bieten. Ein Blick auf die bewegte Historie der Aktienmärkte kann langfristig orientierten Anlegern helfen, Stressphasen richtig einzuordnen. Dieser Beitrag konzentriert sich auf historische Erfahrungen am Beispiel des US-amerikanischen Aktienmarkts; vergleichbare Muster gelten grundsätzlich auch für globale Märkte, wobei diese in Vergangenheit häufig eine etwas geringere Dynamik und Robustheit aufwiesen.

Herbert Diem

US-Crashs im Überblick

Seit 1945 gab es in den Vereinigten Staaten gemessen am S&P500® insgesamt zwölf Bärenmärkte, definiert als Kursrückgänge von mehr als 20 Prozent. In der Regel wurden diese durch realwirtschaftliche Probleme
oder exogene Schocks ausgelöst, welche das Vertrauen der Investoren erschütterten. Häufig – aber nicht immer – gingen Bärenmärkte mit Rezessionen einher: Sinkende Unternehmensgewinne und steigende Arbeitslosigkeit schwächten die Erwartungen an die zukünftige Wirtschaftsentwicklung. Ein klassisches Beispiel hierfür ist die Ölkrise der Jahre 1973/74: Explodierende Energiepreise führten zu einer Stagflation, der S&P500® brach in der Spitze um 48 Prozent ein. Auch geldpolitische Straffungen lösten immer wieder erhebliche Marktkorrekturen aus. So führte der entschlossene Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank unter Paul Volcker Anfang der 1980er Jahre, mit dem die galoppierende Inflation bekämpft wurde, zu einer Rezession und deutlichen Kursverlusten an den Aktienmärkten. Ein ähnliches Muster zeigte sich zuletzt im Jahr 2022: Aus Furcht vor steigenden Zinsen und einer drohenden wirtschaftlichen Abschwächung rutschten die US-Märkte mit einem Minus von rund 25 Prozent erneut in einen Bärenmarkt.

 

Abbildung 1: Historische Entwicklungen und Bärenmärkte des S&P500 seit 1945

(Vergangene Ergebnisse sind kein zuverlässiger Indikator für künftige Ergebnisse)

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen, Stand: 30. April 2025

 

Neben zyklischen Schwankungen können auch strukturelle Ungleichgewichte und Spekulationsblasen erhebliche Marktkorrekturen auslösen. Das Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000 ist hierfür ein prägnantes Beispiel. Nach Jahren irrationaler Übertreibungen im Technologiesektor korrigierten die Märkte scharf: Der S&P500® verlor zwischen März 2000 und Oktober 2002 rund 49 Prozent an Wert, während der NasdaqIndex sogar um etwa 78 Prozent einbrach. Nur wenige Jahre später mündete die Immobilienkrise in den USA in eine globale Finanzkrise. Der Zusammenbruch des Hypothekenmarktes und die damit verbundenen Schockwellen im Bankensektor lösten den schwersten Kursrückgang der Nachkriegszeit aus – der S&P500® verlor zwischen 2007 und 2009 rund 57 Prozent seines Wertes.

 

Schließlich können exogene Schocks wie Kriege, geopolitische Konflikte, Handelskriege oder Pandemien plötzliche Marktverwerfungen auslösen, selbst wenn die fundamentale wirtschaftliche Lage zuvor robust erschien. So führte der Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 zu einem historischen Absturz: Innerhalb eines Monats verlor der S&P500® rund 34 Prozent an Wert – der schnellste derart massive Einbruch aller Zeiten.

 

Faktoren der Erholung

So unterschiedlich Ursachen und Verläufe schwerer Börsenkrisen auch waren – es lässt sich ein wiederkehrendes Muster erkennen: Nach jeder tiefgreifenden Korrektur erholten sich die Aktienmärkte bislang vollständig und markierten im Anschluss neue Höchststände. Doch was erklärt diese bemerkenswerte Resilienz?

Ein zentraler Treiber liegt in den wirtschaftlichen Fundamentaldaten. Rezessionen und Krisen setzen regelmäßig Anpassungsprozesse in Gang, die über die Zeit stabilisierend wirken. Staatliche Konjunkturmaßnahmen und expansive Geldpolitik spielen dabei eine zentrale Rolle. Regierungen reagieren mit Investitionsprogrammen und fiskalischen Impulsen, während Notenbanken durch Zinssenkungen und Liquiditätsspritzen die Wirtschaft stützen. So legten beispielsweise die massiven Interventionen der Zentralbanken und Regierungen nach der globalen Finanzkrise den Grundstein für eine langjährige wirtschaftliche
Erholung. Auch im Zuge des Corona-Schocks wurden in kürzester Zeit geld- und fiskalpolitische Maßnahmen historischen Ausmaßes umgesetzt – mit dem Ergebnis, dass die globale Konjunktur (und später bekanntlich die Inflation) bereits im Folgejahr wieder deutlich anzog. Darüber hinaus führen einschneidende Krisen oftmals zu strengerer Regulierung. Nach der globalen Finanzkrise wurden etwa Kapitalanforderungen und Liquiditätsvorschriften für Banken weltweit verschärft – ein Schritt, der die Stabilität des Finanzsystems nachhaltig verbesserte und so das Vertrauen der Marktteilnehmer langfristig stärkte.

»Die Aktienmärkte haben sich nach jeder tiefgreifenden Korrektur vollständig erholt –
und anschließend sogar neue Höchststände erreicht.«

Zudem führen Marktkorrekturen häufig zu einer Neubewertung von Unternehmen. Übertreibungen werden abgebaut und fundamentale Risiken wieder korrekt gepreist, während ineffiziente Geschäftsmodelle vom
Markt verschwinden. Innovative Unternehmen gehen hingegen gestärkt aus Krisen hervor. Nach dem Platzen der Dotcom-Blase etwa konnten sich auf dem Nährboden bereinigter Märkte erfolgreiche Technologieunternehmen etablieren, die heute zu den globalen Marktführern zählen.

Neben fundamentalen Faktoren spielt auch die Marktpsychologie eine bedeutende Rolle. Nach Phasen extremer Unsicherheit folgt oft eine schnelle Stimmungswende. Sobald die Angst weicht und erste Kursanstiege sichtbar werden, greifen viele Investoren wieder zu. Gepaart mit dem Vertrauen in eine unterstützende Notenbankpolitik kann eine Dynamik entstehen, die die Erholung zusätzlich befeuert.

 

Statistische Perfektive

Ein Blick auf die historische Entwicklung von Bärenmärkten in Tabelle 1 unterstreicht die langfristige Robustheit der Aktienmärkte. Zwar fällt die Dauer der Erholung nach markanten Kurseinbrüchen sehr unterschiedlich aus – vom Corona-Crash im Jahr 2020, bei dem das Indexniveau bereits nach sieben Monaten wieder erreicht wurde, bis zur Ölpreiskrise 1973/74, nach der rund siebeneinhalb Jahre bis zur vollständigen Rückkehr auf das Vorkrisenniveau vergingen. Im Median waren starke Rückgänge deutlich schneller aufgeholt: Nach ei bis drei Jahren lagen die Kurse in der Regel wieder auf Vorkrisenniveau.

 

Quelle: Bloomberg, eigene Berechnungen
Die Darstellung beruht auf historischen Kursdaten des S&P 500® (ohne Dividenden) und dient ausschließlich illustrativen Zwecken. Die Auswahl der Stressphasen sowie die dargestellten Verlaufs- und Erholungsdaten sind nachträglich ermittelt und haben keinen Prognosecharakter. Ein Einstiegspunkt bei –20 % ist ein modellhafter Annahmewert und versteht sich keinesfalls als Empfehlung. Historische Wertentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Individuelle Kosten, Inflation, und Steuern bleiben unberücksichtigt.

Bemerkenswert ist die Performance nach dem Erreichen signifikanter Kursrückgänge. Anleger, die in Phasen starker Marktverwerfungen in den S&P500® investierten – konkret in einem Bärenmarkt nach einem
Rückgang von mehr als 20 Prozent – konnten in der Vergangenheit überdurchschnittliche Renditen erzielen. Historisch betrachtet lag die durchschnittliche Rendite ein Jahr nach der Krise bei rund 14 Prozent, fünf
Jahre nach einem solchen Einstiegszeitpunkt bei +53 Prozent, nach zehn Jahren sogar bei +133 Prozent – jeweils ohne Berücksichtigung von Dividenden. Zum Vergleich: das durchschnittliche jährliche Wachstum des S&P500® seit 1945 beträgt 8 Prozent.

 

Für Kapitalmarktanleger

Welche Lehren können Anleger in der aktuellen Situation aus der Geschichte ziehen? Erstens können externe Schocks wie die US-amerikanischen Zollpolitik die Aktienmärkte nicht langfristig aus dem Tritt bringen. Die globalen Machtverhältnisse und Handelsketten werden sich zukünftig zwar verschieben, die Unternehmen können sich aber darauf einstellen. Zudem kann sich auch die US-amerikanische Politik einer Disziplinierung durch die Finanzmärkte nicht entziehen und dürfte ihre Wirtschaftspolitik entsprechend anpassen. Das Aussetzen vieler Zölle im Zuge stark gestiegener Zinsen auf US-amerikanische Staatsanleihen ist ein erster Indikator dafür. Zweitens gehören Krisen zur Natur der Aktienmärkte. Sie führen zu einer Bereinigung der Investitionslandschaft und stärken die Innovationskraft der Unternehmen. Drittens können Stressphasen günstige Einstiegschancen bieten, um überdurchschnittliche Renditen zu erzielen. Dennoch ist es wichtig zu betonen, dass die zwischenzeitlichen Verluste sehr umfangreich ausfallen können. Ebenso können sich Krisen über viele Jahre strecken. Umso wichtiger ist es, dass sich Anleger gemäß ihrem persönlichen Rendite-Risiko-Profil für ein Investment entscheiden. Langfristig orientierte Anleger mit höherer Risikotoleranz können Phasen hoher Volatilität gezielt nutzen, während konservative Investoren eher von einer breit diversifizierten Asset-Allokation profitieren. Aktive Diversifikation über mehrere Asset-Klassen hinweg kann Kursverluste und Volatilität am effektivsten im Rahmen halten.

Thomas Romig

Der Assenagon Multi Asset Conservative kann ein Kerninvestment für konservative bis chancenorientierte Anleger sein. Unser langfristig erfolgreicher Investmentansatz basiert auf drei Faktoren: einer aktiven AssetAllokation, Benchmark-Unabhängigkeit und dem gezielten Einsatz von attraktiven globalen Investmentthemen und Nischenmärkten.

Der Fonds investiert flexibel in verschiedene Anlageklassen, darunter Aktien-, Renten-, Credit-, Geld-, Rohstoff- und Währungsmärkte. Die physische Aktienquote liegt bei maximal 40 %, während die angestrebte
Volatilität zwischen 3 % und 6 % liegt.

Die Vorteile unserer Strategie zeigten sich insbesondere in herausfordernden Marktphasen: Während der Corona-Krise wurde die Aktienquote frühzeitig auf knapp 10 % gesenkt und nach der Intervention der Zentralbanken wieder auf über 30 % erhöht. Auch 2022 bewies der Fonds seine Flexibilität, als die Rentenquote auf nahezu 0 % gesenkt wurde, während viele Wettbewerber in starren Quoten verharrten. Mit einem verwalteten Vermögen von rund EUR 890 Millionen (Stand: Ende November 2025) und zahlreichen renommierten Auszeichnungen, wie ein 5-Sterne-Rating von Morningstar, zählt der Fonds zu den erfolgreichsten defensiven Multi-Asset-Strategien. Dies bestätigen auch die Fund Awards von Börsenmedien darunter Platz 1 (1 Jahr, 2021) sowie Platz 2 über 3 Jahre (2022, 2023) und 5 Jahre (2024, 2025) in der Kategorie Mischfonds überwiegend Anleihen.

Risiken: Keine Erfolgsgarantie für Einzelwertanalyse und aktives Fonds-Management. Möglicherweise geringere Teilnahme am Potenzial einzelner Titel und Investmentthemen. Risiko von hoher Schwankungsanfälligkeit unterschiedlicher Anlageklassen, mögliche Kursverluste. Die Volatilität (Wertschwankung) des Fondsanteilwerts kann sich erhöhen. Erhöhte Wertschwankungen aufgrund des Einsatzes von Derivaten. Diese Informationen stellen eine Marketing-Anzeige dar und sind nur für professionelle Kunden mit Wohn- bzw. Geschäftssitz in Luxemburg, Deutschland oder Österreich bestimmt. Der Nettoinventarwert des Fonds kann Schwankungen unterworfen sein. Der Verkaufsprospekt enthält dazu umfangreiche Risikohinweise. Die Angaben sind keine Empfehlung der Verwaltungsgesellschaft Assenagon Asset Management S.A. Eine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit der Inhalte ist ausgeschlossen. Verbindlich sind allein Verkaufsprospekt, aktuelle (Halb-)Jahresberichte und Basisinformationsblatt, die Sie u. a. unter www.assenagon.com und bei der Verwaltungsgesellschaft kostenlos in deutscher Sprache erhalten. Bitte lesen Sie diese, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen.

Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte kann unter www.assenagon.com/fileadmin/footer/Assenagon_Complaints_Handling_Policy.pdf eingesehen werden. Informationen über nachhaltigkeitsrelevante Aspekte
werden, falls anwendbar, unter www.assenagon.com/fonds zur Verfügung gestellt. Die Verwaltungsgesellschaft kann Vertriebszulassungen einzelner Fonds und Teilfonds jederzeit nach eigenem Ermessen unter
Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben widerrufen.

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Für Fragen und Anregungen stehen wir gerne zur Verfügung. Ebenso bieten wir Ihnen auf Anfrage auch die geeigneten Anlageideen an und besprechen diese mit Ihnen

Mit freundlichen Grüßen

– ppa. Herbert Diem –

GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG,
Im Schloßpark Gern 2, D-84307 Eggenfelden, Deutschland
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Komplementärin: GAH-Finanzkontor Verwaltungs GmbH
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Geschäftsführer: Alexander Baumgartner, Michael Inninger und Andreas Witzany

GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG handelnd als vertraglich gebundener Vermittler (§ 3 Abs. 2 WpIG) im Auftrag, im Namen, für Rechnung und unter der Haftung des verantwortlichen Haftungsträgers BN & Partners Capital AG, Steinstraße 33, 50374 Erftstadt. Die BN & Partners Capital AG besitzt für die Erbringung der Anlageberatung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 4 WpIG und der Anlagevermittlung gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 3 WpIG eine entsprechende Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemäß § 15 WpIG.

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Diese Marketinginformation kann eine individuelle anlage- und anlegergerechte Beratung nicht ersetzen und begründet weder einen Vertrag noch irgendeine anderweitige Verpflichtung. Ferner stellen die Inhalte weder eine Anlageberatung, eine individuelle Anlageempfehlung, eine Einladung zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Willenserklärung oder Aufforderung zum Vertragsschluss über ein Geschäft in Finanzinstrumenten dar. Auch wurde sie nicht mit der Absicht verfasst, einen rechtlichen oder steuerlichen Rat zu geben. Die steuerliche Behandlung von Transaktionen ist von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Kunden abhängig und evtl. künftigen Änderungen unterworfen. Die individuellen Verhältnisse des Empfängers (u.a. die wirtschaftliche und finanzielle Situation) wurden im Rahmen der Erstellung der vorliegenden Informationen nicht berücksichtigt. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Wertentwicklungen. Empfehlungen und Prognosen stellen unverbindliche Werturteile über zukünftiges Geschehen dar, sie können sich daher bzgl. der zukünftigen Entwicklung eines Produkts als unzutreffend erweisen. Die aufgeführten Informationen beziehen sich ausschließlich auf den Zeitpunkt der Erstellung dieser Marketinginformation, eine Garantie für die Aktualität und fortgeltende Richtigkeit kann nicht übernommen werden. Eine Anlage in erwähnte Finanzinstrumente/Anlagestrategie/Wertpapierdienstleistungen beinhaltet gewisse produktspezifische Risiken – z.B.  Markt- oder Branchenrisiken, das Währungs-, Ausfall-, Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiko – und ist nicht für alle Anleger geeignet. Daher sollten mögliche Interessenten eine Investitionsentscheidung erst nach einem ausführlichen Anlageberatungsgespräch durch einen registrierten Anlageberater und nach Konsultation aller zur Verfügung stehenden Informationsquellen treffen. Der vorstehende Inhalt gibt ausschließlich die Meinungen des Verfassers wieder, eine Änderung dieser Meinung ist jederzeit möglich, ohne dass es publiziert wird. Jede Vervielfältigung und die gewerbliche Verwendung dieser Marketinginformation sind nicht gestattet. Herausgeber: GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG

Börsenupdate Spezial

US-Zölle erreichen die höchsten Werte seit über 100 Jahren

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Ankündigung der US-Zölle in der vergangenen Woche war weitaus umfangreicher als wir oder der Markt erwartet hatten. Da die US-Regierung von der Marktvolatilität scheinbar unbeeindruckt ist, stellt sich vor allem die Frage, wie und wann die Wirtschaftsdaten eine Wende hin zu einer moderateren Agenda einleiten könnten. Investitions- und Einstellungspläne werden bereits zurückgeschraubt, aber das Ausmaß, in dem ein Einstellungsstopp in Entlassungen übergeht, wird das Ausmaß des Wachstumseinbruchs bestimmen. Während viele Anlegerinnen und Anleger angesichts des steigenden Rezessionsrisikos überlegen, ob sie ihr Risikovermögen verringern sollen, ist es auch möglich, dass die Marktbewegungen und die praktische Umsetzung dazu führen, dass die Maßnahmen zurückgefahren werden. Es ist ratsam, die aktuelle Nachrichtenlage mit einer gewissen Distanz zu betrachten und politische Schlagzeilen aus den USA im Gesamtkontext einzuordnen, um eine ausgewogene Perspektive zu erhalten. Vergleichen Sie auch unser Börsenupdate # 1/25.

Herbert Diem

Ob Trump vielleicht falsch liegt?

Diese Frage wollen wir heute einordnen.

Dazu nachfolgend unser Statement:

Trump und seinen Einflüsterern unterlaufen mehrere Denkfehler. Zunächst einmal ist eine negative Handelsbilanz kein großes Problem, solange ausreichend Kapital ins Land fließt. Den letzten Überschuss im Außenhandel erwirtschafteten die USA 1975 ! UND sind seither nicht gerade verarmt.

Trumps Annahme, Amerika könne aufgrund seiner negativen Handelsbilanz gegenüber der gesamten Welt einen Handelskrieg nicht verlieren, ist aber falsch. China – immerhin für rund 14 Prozent der US-Importe verantwortlich – hat bereits Vergeltung in die Wege geleitet. Das Land könnte die Lieferung von Medikamenten oder Wirkstoffen, bei denen es zum Teil eine marktbeherrschende Rolle spielt, einschränken oder gar unterbinden.

Die EU hat zwar einen Handelsbilanzüberschuss gegenüber den USA, umgekehrt gibt es jedoch einen Dienstleistungsüberschuss, vor allem mit Blick auf US-High-Tech, überhaupt eine besonders global aktive Branche der Amerikaner. Warum also sollte Europa nicht die Keule der Digitalsteuer schwingen und US-Social Media das Leben bei uns schwer machen. Erste Strafzahlungen werden bereits angedroht.

Bei diesem „Heckmeck“ haben ausländische Unternehmen wenig Anreiz, ihre Produktion in die USA umzusiedeln. Hinzu kommen hohe Lohnkosten, die selbst gegenüber Deutschland 25 Prozent höher liegen, von Schwellenländern wie Vietnam ganz zu schweigen.

Die Handelsüberschüsse Chinas und Deutschlands zeigen auch, dass die amerikanische Industrie natürlich auch auf Zulieferer aus Europa und Asien angewiesen ist.
Beispiel Boeing: Der Flugzeugbauer ist nicht nur von Importen abhängig. Das Modell 737 besteht aus etwa 2.000 Komponenten, die von 700 verschiedenen Zulieferern stammen (Quelle: US-Magazin Forbes, Gastbeitrag von Luft- und Raumfahrtexperte Jerrold Lundquist). GLEICHZEITIG ist Boeing der größte Einzelexporteur (80 % der von ihm gebauten Verkehrsflugzeuge werden exportiert) der USA – und nun zusätzlich von Vergeltungszöllen des Auslands bedroht.

Schwache Finanzmärkte mag der Amerikaner nicht, der sowohl sein Konsumdenken als auch seine Altersvorsorge von den Börsen abhängig macht. Und die damit einhergehend sinkenden Umfragewerte dürften Donald nicht gefallen.

So legte das sogenannte „Budget Lab“ des Department of Economics an der Universität Yale jetzt eine Schnellanalyse vor, die vor Trumps Zollpolitik mit düstersten Projektionen warnt:

  • Die Preise für die US-Bürger werden durch die Zölle kurzfristig um 2,3 Prozent steigen, was einem durchschnittlichen Kaufkraftverlust pro Haushalt von 3.800 Dollar entspricht.
  • Das reale Bruttoinlandsprodukt der USA wird im laufenden Jahr um 0,9 Prozentpunkte geringer ausfallen. Langfristig wird die US-Wirtschaft dauerhaft um 0,4 bis 0,6 Prozent schrumpfen, was einem Verlust von 100 bis 180 Milliarden US-Dollar an Leistung entspricht.

Innenpolitisch zeigen die Niederlagen der Republikaner bei den Kongresswahlen und bei der Besetzung des Obersten Gerichtshofs in Wisconsin erste Probleme.

Geopolitsch kann die USA auch massiv verlieren. Dies hätte negativen Einfluss auf die Weltleitwährung, die Akzeptanz an US-Staatspapieren und damit verbunden auch an der Tragfähigkeit der US-Schuldensituation.

Damit wird Amerika nicht „great again“.

So hat nicht nur Amerika Trümpfe in der Hand. Jede Art von Kuhhandel oder Deal wäre möglich. Selbst Trump signalisiert Offenheit dafür. Selbst sein Adlatus Elon Musk sagte beim Parteitag der rechten italienischen Regierungspartei Lega in Florenz, dem er per Video zugeschaltet war, folgenden Satz: „Am Ende des Tages“ hoffe er, dass sowohl Europa und die Vereinigten Staaten „idealerweise auf eine Null-Zoll-Situation zubewegen sollten“, um so eine Freihandelszone zu schaffen.

 

Oder plant Trump doch was anderes?

Ein interessanter Beitrag war am 07.04  im The Pioneer Briefing von Gabor Steingart zu lesen. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Trumps Zollpolitik sei ein bewusstes Manöver einer ausgefeilten Aufmerksamkeitsökonomie, meint Eric Demuth, Mitbegründer und CEO des österreichischen Finanzdienstleisters Bitpanda. Eigentlich gehe es darum, US-Staatsanleihen zu refinanzieren. „In einem Hochzinsumfeld sind klassische geldpolitische Stimuli begrenzt. Wenn die Notenbank nicht mehr viel lockern kann oder will, bleibt nur ein anderer Weg: die wirtschaftlichen Erwartungen gezielt abkühlen.“

Und weiter:
„Zölle, protektionistische Rhetorik und wirtschaftliche Unsicherheit sind dabei keine Pannen, sondern Werkzeuge. ‚Economic Nationalism‘ und Maßnahmen, die irrational wirken, aber gezielt auf eine Dämpfung der langfristigen Wachstumserwartungen zielen.“ Trumps Ziel, so Demuth: „Wachstumserwartungen senken, wirtschaftliche Dynamik dämpfen und so die langfristigen Zinssätze nach unten ziehen.“

Schlussendlich wissen wir nicht was Herr Trump plant, genauso wie wir keine Glaskugel haben, wo wir „sehen“, wie sich die Börsen entwickeln.

 

ABER

Erinnern Sie sich an den Corona-Crash:
Im März 2020 sind die Börsenkurse um bis zu 34 % gefallen. Damals waren sich die allermeisten Marktteilnehmer einig, dass die Corona-Pandemie solch gravierende Folgen haben würden, dass die Weltwirtschaft mindestens fünf Jahre in eine Rezession geraten würde. Fast alle sog. „Börsenexperten“ rieten dazu, zu verkaufen und stattdessen abzuwarten. Wer das tat, wurde schwer bestraft. Denn bereits ein halbes Jahr später haben sich die Kapitalmärkte erholt und erreichten seitdem von Jahr zu Jahr neue Höchststände.

Siehe Chart (Quelle BN & Partner):

Frühere Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertenwicklung.

Zu guter Letzt sei an Abraham Lincoln erinnert, der einst die Geschichte eines Monarchen erzählte, dessen Berater einen in allen Situationen wahren Satz erfinden sollte.

Er lautet: „ Auch dies sollte vorübergehen.“

Auch diese Korrektur (im Gegensatz vieler Mainstreammedien verwende ich den Begriff Korrektur und nicht Crash) sollte, wie viele zuvor, vorübergehen, und langfristige Investoren und Sparplananleger sind gut positioniert, um Kapital daraus zu schlagen. Qualitätsunternehmen sind durch die Zollpolitik nur temporär betroffen, sie passen sich an.

Negative Schlagzeilen und fallende Kurse bieten deshalb auch Chancen. Die vorgestellte Zollpolitik ist nicht in Stein gemeißelt, sondern sie ist ein Auftakt für Verhandlungen, die zu derzeit überhaupt nicht vorstellbaren positiven Möglichkeiten führen können (siehe Musk).

Mit freundlichen Grüßen

– ppa. Herbert Diem –

GAH-Finanzkontor GmbH & Co. KG,
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Börsenupdate

„ZEIT, DASS SICH WAS DREHT“

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Zeit, dass sich was dreht“ ist ein Lied von Herbert Grönemeyer und weiteren Komponisten aus dem Jahr 2006. In der englischen Version „Celebrate the Day“ auch als Titelsong der Fußballweltmeisterschaft 2006 bekannt.

2024 forderte Herbert Grönemeyer die CDU und die Grünen auf, diesen Song nicht mehr für den Wahlkampf zu nutzen.

Es ist aber an der Zeit, dass sich was dreht. Es muss ein Ruck durch Europa und Deutschland gehen.

Nachfolgender Artikel von Herrn Robert Halver – Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank – soll zum Nachdenken anregen. Vielleicht mag dies nicht jedem gefallen. Aber es ist kurz vor 12.

Für die Bereitstellung dieses Artikels bedanken wir uns bei Herrn Halver. Viel Spaß bei der Lektüre!

Herbert Diem

Nicht Trump ist das größte Problem der EU. Es ist unsere Realitätsverweigerung.

Unser täglich Donald Trump gib uns heute. Er kappt die Militärhilfe für die Ukraine und verhängt Zölle gegen Kanada, Mexiko, China und bald gegen Europa? Doch was er heute tun will, kann morgen schon  das Geschwätz von gestern sein. Auf diese Spielchen sollte sich die EU nicht einlassen. Europa muss seine Politik des operativen Nichtstuns sofort beenden und sich geopolitisches Kampfgewicht „anfressen“. Tatsächlich scheint Europas Lernkurve nicht mehr nur eine Gerade zu sein.

 

Europa darf geopolitisch nicht in der Wurst landen

Ob mit oder ohne Rohstoff-Deal zwischen Selenskyj und Trump, Europa wird zukünftig mehr Lasten für die Verteidigung der Ukraine aufbringen müssen. Eigentlich hätten Brüssel und Berlin sich schon längst darauf vorbereiten müssen.

Europäische Verteidigungsfähigkeit muss schnell angestrebt werden, auch wenn es richtig viel kostet. In Deutschland sind Sondervermögen gerechtfertigt, um die Bundeswehr nicht weiter dem Risiko einer
Blechbüchsenarmee auszusetzen. Whatever it costs: In harten Zeiten werden harte Maßnahmen gebraucht, die nicht wieder mit politischer Kakophonie zerredet werden dürfen. Oder wollen wir mögliche Angreifer mit Mistgabeln und Wattebällchen abschrecken?

Wenn wir weiterhin nur militärische Schonkost servieren, verlieren wir noch weiter an geopolitischer Bedeutung. Lernen wir aus unseren Fehlern, gewinnen wir dagegen an Stärke und erzielen sogar Wirkung bei Trump.

Nicht zuletzt kommt Stärke an den europäischen Börsen gut an, sicher bei Rüstungstiteln. Doch erhöhen Investitionen in Rüstung ebenso das Wirtschaftswachstum allgemein, da sie zu positiven Nebenwirkungen wie Innovationen und Produktivität führen. Und diejenigen, die sich ethisch über Militärausgaben aufregen, ignorieren den Aspekt der militärischen Abschreckung, der in Europa 70 Jahre gut funktioniert hat. Verteidigungsfähigkeit stärkt Frieden, Beschwichtigungspolitik schwächt ihn. Das ist Realpolitik.

 

Zölle kommen immer auf das auslösende Land zurück

Zölle sind ziemlich das Dümmste, was es wirtschaftlich gibt. Sie schwächen zwar das Exportland, ziehen aber auch Verwüstungen im Importland nach sich. Reich wird Amerika davon nicht.

Trump sollte bereits spüren, dass handelspolitische Handicaps zur Investitionszurückhaltung bei US-Unternehmen führen. Allein schon das Gerede von Zöllen und die je nach Tageslaune von Trump flexible Auslegung seiner Zollpolitik verunsichern Importeure und schädigen Lieferketten. Immerhin kommt etwa die Hälfte der Vorprodukte in den USA aus dem Ausland, darunter Stahl, Aluminium und Strom. Das alles durch Produktion in Amerika zu ersetzen, kostet nicht nur viel Zeit und verursacht große Engpässe, sondern lässt vor allem die Inflation explodieren. Gerade weil es im Ausland so viel billiger ist, sind die US-Konzerne doch z.B. nach Mexiko oder China gegangen.

In der Tat signalisieren zuletzt die US-Frühindikatoren Rückgänge der Neuaufträge, der Produktion und Beschäftigungsnachfrage. Die Preiserwartungen haben das höchste Niveau seit Juni 2022 erreicht. Und die Gegenzölle aus der EU werden das Preisproblem noch vergrößern. Überhaupt, zig Tausende von Eurokraten gehen uns bislang mit ihrem Moralismus und Gutmenschentum auf die Nerven. Wie wäre es, wenn sie ihre „Expertise“ zukünftig dazu nutzen, z.B. den US-High-Tech-Giganten mit langwierigen Untersuchungen ihres Geschäftsgebarens das Leben teurer zu machen?

Höhere Preissteigerungen führen ebenso zu höheren Schuldzinsen. Das kann dem völlig überschuldeten Uncle Sam und den im Kreditsumpf steckenden Verbrauchern nicht gefallen. Da bieten auch die versprochenen epochalen Kürzungen im US-Staatshaushalt keine Abhilfe, die bei näherer Betrachtung deutlich weniger epochal ausfallen werden.

Und bei Inflationsüberhitzung lässt auch der zinspolitische Rückenwind der Fed für die Wirtschaft nach. Das mag Trump ein Dorn im Auge sein. Aber den Fed-Chef einfach auswechseln wie beim Fußball kann er nicht. Nicht einer Meinung mit Trump sein, reicht nicht aus. Selbst wenn der US-Notenbankpräsident von sich aus das Handtuch werfen würde, wird ein neuer keine ungerechtfertigte Niedrigzinspolitik betreiben können. Denn wenn dann die US-Inflation vollkommen aus dem Ruder läuft und auch noch Fragen nach der Unabhängigkeit der Fed laut werden, werden die Finanzmärkte US-Anleihen, den Dollar als Weltleitwährung und die US-Aktienmärkte abstrafen, die Trump doch immer als Seismograf seiner Wirtschafts- und Finanzpolitik erkoren hat. Aktuell sind anfänglichen Aktiengewinne nach seiner Wahl ziemlich ramponiert. Gut gemacht, Donald!

Und seine Wähler? Die Zwischenwahlen finden bereits Ende des nächsten Jahres statt. Dann kann aus der kleinen Mehrheit der Republikaner schnell eine Mehrheit der Demokraten werden. Selbst Ronald Reagan musste sich mit Demokraten in Senat und Repräsentantenhaus auseinandersetzen. Übrigens sind auch viele republikanische Abgeordnete im Senat und Repräsentantenhaus keine Freunde einer harten Zollpolitik. Und wenn der Stern von Trump sinkt, zumal er sich in seiner letzten Amtszeit befindet, werden die Trump-Opportunisten schnell zu Wendehälsen werden.

Trump mag im Moment Cäsar sein, aber ein Brutus wartet an jeder Ecke.

 

Hat Europa endlich verstanden?

Käme es jetzt noch zu Zollgesprächen, bei denen die EU zum Beispiel die im Vergleich zu Amerika höheren Importzölle senkt, wären Deals durchaus möglich.

Mit einem zwischenzeitlichen „Waffenstillstand“ darf sich Europa aber nicht zufriedengeben. Die wirtschaftlich alles entscheidende Frage ist: Was muss bei uns geschehen, damit sich unsere Unternehmen nicht nur weiter nach Amerika verabschieden, sondern bei uns investieren? Unsere Infrastruktur muss erstklassig werden. Viel zu viel Zeit ist mit Wohlfühl-Regierungen ins Land gegangen, die alles auf Verschleiß gefahren haben. Jetzt muss viel Geld in die Hand genommen werden, um die 180 Grad-Wende zu schaffen. Eine halbe Billion klingt gut. Und Deutschland hat immer noch eine gute Schuldentragfähigkeit. Die Schuldenbremse sollte vor allem nur gelockert werden, wenn die Finanzmittel der Verbesserung der allgemeinen Angebotsbedingungen zugutekommen. Subventionen sind nur second best, weniger durchgreifend. Möge die Marktwirtschaft gegenüber der Staatswirtschaft die Oberhand behalten.

Grundsätzlich sollte sich der zweitgrößte Wirtschaftsraum der Welt, die EU, endlich mal über seine theoretische Macht bewusst werden. Die praktische Umsetzung ist sicher eine andere Herausforderung, insbesondere der Zusammenhalt. Immerhin, hört man z.B. den Reden der EU-Kommissionspräsidentin zu, scheinen sich Politikänderungen abzuzeichnen. Jetzt bloß nicht nur reden, sondern anpacken. Es müssen ganze Wälder an ideologischem und bürokratischem Wildwuchs beseitigt werden. Kommen wir endlich in der harten Realität an.

Was sagt die Kölner Band „Höhner“ dazu:

Wenn nicht jetzt, wann dann?
Wenn nicht hier, sag mir, wo und wann?
Wenn nicht wir, wer sonst?
Es wird Zeit, komm, wir nehmen das Glück in die Hand.
Ansonsten ist in der EU das ganze Jahr Fastenzeit.

 

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Über den Autor:
Robert Halver
Managing Director
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DER INVESTMENTSPARPLAN:

Eine Anlageidee zu jeder Zeit
Das achte Weltwunder: der Zinseszinseffekt

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie kennen unser Credo für weltweite Aktienfonds mit Qualitätsaktien. In unseren Börsenupdates weisen wir auf die Anlagemöglichkeiten in diese Assetklassen gebetsmühlenartig hin. In Kombination mit einem Investmentsparplan eine gelungene Mischung.

Heute wollen wir uns mit dem Thema Fondssparplan näher beschäftigen.

Herbert Diem

„Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder“. Dieses bekannte Zitat wird Albert Einstein zugeschrieben. Sicher ist dies nicht bestätigt. Auch Mayer Amschel Rothschild, der Begründer der bekannten Rothschilddynastie, aber auch John Maynard Keynes, einer der größten Volkswirte des letzten Jahrhunderts, gelten als Verfasser dieses Zitates. Einstein soll auch spontan auf die Frage nach der stärksten Kraft im Universum geantwortet haben, „dies sei der Zinseszins“.

Ganz ehrlich, alle drei waren hervorragende Denker ihrer Zeit! Aus diesem Grund ist es auch unerheblich, wer nun der wahre Entdecker dieser Aussage war, da sich dieser Satz mathematisch und historisch definitiv leicht bestätigen lässt.

Lassen Sie das achte Weltwunder für sich arbeiten
Unterstellen wir einfach 7 % Rendite. 7 % ist eine durchaus vertretbare Größe, da sie auf realen Werten aus der Vergangenheit beruht und sich nachweislich langfristig an der Börse erwirtschaften lässt. Dazu nehmen wir nun monatlich 100 € in die Hand und legen dieses als Sparplan langfristig an.

Nach Kosten (Ausgabeaufschlag und Depotgebühr) entwickelt sich der Sparplan wie folgt:

 

Einbezahlt Ergebnis
in 10 Jahren 12.400 € 15.940 €
in 20 Jahren 24.800 € 45.760 €
in 30 Jahren 37.200 € 101.560 €
in 50 Jahren 62.000 € 401.640 €

Fazit: Aufgrund der mageren Renditen, die aktuell mit Banksparplänen und klassischen Lebens- und Rentenversicherungen zu erzielen sind, bieten sich Fondssparpläne als einzige Alternative noch an. Wer nicht an Aktien glaubt, kann auch mit anderen Anlageideen in Fonds jedenfalls mehr erzielen als in den klassischen Ansparplänen der Banken, Sparkassen und Versicherer.

Was leiten wir daraus ab?
Auch in Krisenzeiten bewährt -> Ruhig bleiben und mit Zuversicht nach vorne blicken. Schwankungen und Kursrückgänge sollten Anleger nicht schrecken. Investoren, die streuen und einen langen Atem beweisen, müssen keine Krise scheuen, sondern können diese sogar beherzt für sich nutzen.

 

Sprechen Sie mit uns. Wir finden die richtigen Anlageklassen und bieten Ihnen anlage- und objektgerechte Lösungen an.

Mit besten Grüßen

ppa. Herbert Diem

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